Passkeys können nicht einfach gestohlen, erraten oder vergessen werden

Ohne Passwort ins Postfach: GMX startet Passkeys

Freitag, 24. Juli 2026 | 11:40 Uhr

Von: APA/dpa

Zum Einloggen bei GMX benötigt man ab sofort nicht mehr zwingend ein Passwort: Der E-Mail-Dienst unterstützt nun nämlich auch die Anmeldung über sogenannte Passkeys, wie die 1&1-Tochterunternehmen mitteilen. Das Verfahren ermöglicht schnelles, passwortloses Anmelden über ein automatisch erstelltes, kryptografisches Schlüsselpaar. Es gilt als besonders sicher, weil Passkeys nicht einfach erbeutet, gestohlen, erraten oder vergessen werden können.

So funktionieren Einrichtung und Anmeldung

Um bei GMX einen Passkey einzurichten, geht man auf der Webseite am Rechner oder in der Mobilgeräte-App in die Einstellungen und weiter zu “Login & Sicherheit/Passkeys anlegen und verwalten/Passkey hinzufügen”. Dort gibt man dann sein Passwort ein und folgt den Anweisungen.

Um sich dann per Passkey bei dem E-Mail-Dienst anzumelden, muss man:

Am Rechner auf der jeweiligen Seite auf “Login” klicken, die E-Mail-Adresse eingeben, dann “iPhone, iPad oder Android-Gerät” wählen, den angezeigten QR-Code scannen, “Passkey verwenden” antippen und die Anmeldung per Biometrie oder PIN bestätigen.

Am Smartphone die jeweilige App öffnen, auf “Login” tippen, E-Mail-Adresse eingeben, dann “Passkey verwenden” antippen und die Anmeldung per Biometrie oder PIN bestätigen.

Wer Passkeys aktiviert, riskiert nichts: Das gewohnte Passwort funktioniert bei GMX weiterhin parallel. Das ist nützlich, falls die Anmeldung per Passkey fehlschlägt, das Smartphone gerade nicht zur Hand ist oder abhandengekommen ist.

So funktionieren Passkeys grundsätzlich

Und das läuft bei der Passkey-Anmeldung im Detail ab: Die Webseite fragt den beim Nutzer gespeicherten privaten Kryptoschlüssel ab. Die Echtheit der Abfrage muss nur kurz per Fingerabdruck, Gesichtsscan oder PIN verifiziert werden. Dann wird der private Schlüssel mit seinem beim Dienst gespeicherten Gegenstück, dem öffentlichen Schlüssel, abgeglichen – und der Log-in ist perfekt.

Speichern kann man seine Passkeys etwa in (mobilen) Betriebssystemen wie Android, iOS/macOS oder Windows, aber auch in kompatiblen Passwortmanagern von Drittanbietern wie etwa “Bitwarden” oder “KeePassXC”. Bereits in Manager-Programmen gespeicherte Passwörter bleiben von den Passkeys übrigens unberührt und können wie gewohnt weiter genutzt werden.

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