Neue Preisrevision

Preissteigerungen im Bau greifen seit gestern

Mittwoch, 29. April 2026 | 17:07 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Preissteigerungen bei den verschiedenen Rohstoffen und Materialien infolge der weltpolitischen Spannungen stellen die Bauunternehmen vor große Herausforderungen. Nun wurde mit der Veröffentlichung der Preisindizes für die 20 vorgesehenen sog. TOL („tipologie omogenee di lavorazioni“) durch die nationalen Ministerien die neue Preisrevision endlich anwendbar gemacht, allerdings nur für alle ab dem 28. April 2026 veröffentlichten Ausschreibungen. Mit der Preisrevision ist im nationalen Vergabegesetz eine Möglichkeit vorgesehen, um auf die Schwankungen der Preise zu reagieren – und zwar sowohl nach oben als auch nach unten.

„In Zusammenarbeit mit unserem Dachverband ANCE in Rom waren wir darum bemüht, die rasche Umsetzung und Veröffentlichung der Preisindizes voranzutreiben. Dies war dringend notwendig, wenn man die Preisentwicklung bei den Rohstoffen betrachtet. Nur ein Beispiel: Die Preise für Bitumen, das bei Asphaltierungsarbeiten zum Einsatz kommt, sind beispielsweise um 50 Prozent gestiegen, was bedeutet, dass Straßenarbeiten heute um rund 25 Prozent mehr kosten als noch vor wenigen Wochen“, veranschaulicht der Präsident des Baukollegiums, Christian Egartner, die Situation.

„Für Ausschreibungen, die bereits vor dem 28. April veröffentlicht wurden, findet noch die alte Version der Preisrevision Anwendung, die jedoch auf nur 3 Indizes beruht. Wir werden uns gemeinsam mit unserem Dachverband ANCE dafür einsetzen, einen fairen und transparenten Revisionsmechanismus auch für diese Ausschreibungen zu finden“, so der Geschäftsleiter des Baukollegiums, Thomas Hasler.

Bezirk: Bozen

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