10. Oktober 2019: Internationaler Tag der psychischen Gesundheit

Psychische Krankheiten gelten vielfach als Tabu

Mittwoch, 09. Oktober 2019 | 17:15 Uhr

Bozen – Obwohl psychische Erkrankungen weit verbreitet sind, gelten sie vielfach noch als Tabu. Aus Angst, Uninformiertheit und falsch verstandener Scham, versuchen Betroffene ihre Leiden zu verstecken, statt professionelle Hilfe zu suchen. Dies gilt auch für Jugendliche. Mit Young+Direct bietet der Südtiroler Jugendring (SJR) seit beinahe 30 Jahren eine unkomplizierte und kostenlose Beratung und Begleitung für junge Menschen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erachtet die psychische Gesundheit als grundlegend für einen guten Allgemeinzustand. Sie definiert sie als einen Zustand des Wohlbefindens, in dem sich eine Person entfalten, mit normalen Spannungen des Lebens umgehen, einer Arbeit nachgehen und einen Beitrag zum Gemeinschaftsleben leisten kann.

In diesem Jahr steht der Welttag der psychischen Gesundheit ganz im Zeichen der Suizidprävention. Damit eine Suizidprävention effektiv sein kann, muss sie auf mehreren Säulen bauen. Zum einen muss das Bewusstsein und das Wissen über psychische Gesundheit bzw. auch über psychische Krankheiten gestärkt werden und zum anderen braucht es auch Wissen über Strategien der Resilienz und Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen.

„Es ist unabdingbar,“ so Michael Reiner, Psychologe und Leiter der Abteilung Beratung und Information im SJR, „dass bereits Jugendliche über Themen wie psychische Gesundheit und Resilienz aber auch konkrete Strategien zur Bewältigung und mögliche Unterstützungs-angebote Bescheid wissen. Dafür braucht es gezielte Projekte“.

„Aus diesem Grund werden wir uns in den kommenden Jahren vermehrt Projekten und Angeboten widmen“, so Reiner, “welche die psychische Gesundheit und letztendlich auch die Suizidprävention bei Jugendlichen im Fokus haben“.

„Damit Jugendliche es schaffen, sich zu öffnen und über Dinge zu reden, die sie belasten, ist es notwendig, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen“, erklärt Tanja Rainer, Vorsitzende des SJR. Dies gelte nicht nur für das familiäre und soziale Umfeld, meint Rainer, sondern auch für das psychosoziale Hilfsangebot. Daher sei der SJR mit Young+Direct seit jeher bemüht, ein zeitgemäßes und wirksames Angebot zu machen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich bei Young+Direct Hilfe zu holen:

Persönliches Gespräch: J.W. von Goethestraße 42 in Bozen

WhatsApp: 345 0817056

Jugendtelefon (NEUE NUMMER): 0471 155 155 1

Skype: young.direct

Facebook: Young+Direct Beratung Consulenza

E-Mail: online@young-direct.it

Internet: www.young-direct.it

Von: luk

Bezirk: Bozen

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