Von: importer
Ein Rückgang der Verkaufszahlen von Personal Computern (PC) hat starke Quartalszahlen von HP überschattet und die Aktie des US-Konzerns auf Talfahrt geschickt. Die Papiere fielen am Mittwoch im nachbörslichen Handel um zehn Prozent. Die Zahl der ausgelieferten PCs sei im dritten Quartal (bis 31. Juli) um 16 Prozent gesunken, teilte HP mit. Dennoch stieg der Umsatz in der Sparte um 18 Prozent.
Der Gesamtumsatz kletterte dank einer starken Nachfrage nach KI-optimierten Rechnern um 12,5 Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar. Damit übertraf HP die Erwartungen der Analysten von 14,38 Milliarden. Der bereinigte Gewinn lag bei 83 Cent pro Aktie und damit ebenfalls über den Prognosen von 69 Cent.
Für das vierte Quartal stellte HP einen bereinigten Gewinn zwischen 69 und 79 Cent pro Aktie in Aussicht. Dies liegt über der durchschnittlichen Schätzung von 67 Cent, wie aus Daten der LSEG hervorgeht. Zudem hob der Konzern seine Jahresprognose an. Dabei wird HP auch von Zoll-Rückerstattungen profitieren. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte kürzlich rund 100 Milliarden Dollar an Zöllen zurückgezahlt, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA diese Abgaben gekippt hatte. Allein im dritten Quartal machte dies bei HP elf Cent pro Aktie aus. Wie auch die Konkurrenten Dell, Apple und Lenovo hat HP die Preise für seine Geräte angehoben, da ein weltweiter Mangel an Speicherchips die Kosten in die Höhe getrieben hat. Der chinesische Rivale Lenovo hatte Anfang August dank des KI-Booms und Preiserhöhungen einen Umsatzsprung von 43 Prozent gemeldet.




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