Vortragsabend

Schöner neuer Mensch: Transhumanismus, Smart Cities und Massenüberwachung

Mittwoch, 09. Januar 2019 | 15:30 Uhr

Bozen – Der Transhumanismus beschäftigt sich mit zentralen aktuellen Herausforderungen und verdeutlicht, welche radikalen Paradigmenwechsel gegenwärtig im Gange sind, wie etwa eine Revision des Begriffs der Menschenwürde, neue Familien-Konzepte, Eltern-Sein in Zeiten genetischer Modifikationen. Auf Einladung von Eurac Research und des Innsbrucker Arbeitskreises „Wissenschaft und Verantwortlichkeit“ spricht der Philosoph Stefan L. Sorgner am Freitag, 11. Jänner, um 19.00 Uhr über Transhumanismus, Smart Cities und Massenüberwachung. Der Vortrag findet im Forschungszentrum Eurac Research in Bozen statt.

Jeremy Bentham, britischer Philosoph und Begründer des Utilitarismus, entwarf im 18. Jahrhundert das Panoptikum als idealen Gefängnis- und Erziehungsbau: Im Mittelpunkt eines kreisförmigen Gebäudes sitzen Aufseher, die Verbrecher permanent überwachen. Das Konzept des Gebäudes war Bestandteil von Benthams Vorschläge für rechtliche und soziale Reformen. Auf der Basis seines Modells wurden mehrere Gefängnisse und Fabriken in allen Teilen der Welt gebaut. Mit der Entwicklung von Smart Cities und Cyber-Architektur begeben wir alle uns in ein Panoptikum. Die Idee des Panoptikums ist bereits im Sozialkredit-System in China umgesetzt, auch die Netflix-Serie Black Mirror hat diese Entwicklungen thematisiert. Handelt es sich um eine enorme Gefahr oder besteht hierin auch eine Chance für die Menschheit?

Darüber spricht Stefan L. Sorgner am 11. Jänner. Roland Psenner, Präsident von Eurac Research hält die Grußworte und Roland Benedikter, Co-Leiter des Centers for Advanced Studies von Eurac Research eine kurze Einführung zum Thema.

Stefan L. Sorgner ist Philosophieprofessor an der John Cabot University in Rom und gilt als einer der weltweit führenden Philosophen des Post- und Transhumanismus. Er ist unter anderem Autor von „Transhumanismus – Die gefährlichste Idee der Welt?!“ (2016) und „Schöner neuer Mensch“ (2018).

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Der Eintritt ist frei.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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