Vorgesehen sind 80 Betten und Speisesäle für 110 Personen

Stettiner Hütte: Ausschreibung für Wiederaufbau startet

Dienstag, 09. April 2019 | 16:35 Uhr

Bozen – Für die erste Ausschreibung des Neubaus der Stettiner Hütte war bei der Vergabeagentur kein Angebot von interessierten Unternehmen eingegangen. Das Land investiert jetzt in den Neubau der Stettiner Hütte zusätzliche Gelder. Dies hat die Landesregierung heute auf Antrag von Vermögens- und Hochbaulandesrat Massimo Bessone beschlossen.

Die landeseigene Schutzhütte liegt auf 2785 Meereshöhe im Naturpark Texelgruppe am Südhang der Ötztaler Alpen auf dem Gebiet der Gemeinde Moos in Passeier.

Die Ausschreibungssumme für den Neubau der Schutzhütte wird demnach von 2,63 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro angehoben. Die Ausschreibung für den Neubau wird über die einheitliche Vergabestelle für Bauaufträge abgewickelt.

Mit den zusätzlichen Geldern werde den speziellen Bedingungen für den Bau der Hütte und der schwer zugänglichen Lage auf fast 3000 Metern Meereshöhe Rechnung getragen, heißt es im Beschluss. Sowohl aufgrund der Witterungseinflüsse und den kurzen möglichen Bauzeiten, aber auch was den Materialtransport betrifft, der zum Teil mit dem Hubschrauber erfolgen muss, sind die Bauarbeiten für Firmen eine Herausforderung.

Die jüngsten Erfahrungen des Ressorts beim Wiederaufbau der Schutzhütte am Schwarzenstein und der Edelrauthütte haben gezeigt, dass die Baukosten pro Kubikmeter für die Stettiner Hütte zu knapp bemessen waren.

Vorgesehen ist der Wiederaufbau des 2014 durch eine Lawine zerstörten Gebäudes. Die Hütte soll 3062 Kubikmeter umfassen und rund 1010 Quadratmeter Fläche aufweisen. Sie wird 96 Schlafplätze aufgeteilt in Schlafsäle für vier, sechs und acht Personen, bieten und einen großen Schlafsaal mit 20 Betten. Zudem wird sie über Speisesäle für insgesamt 110 Gäste, eine Bar, eine Küche, Toiletten, eine Waschküche sowie Räume für Mitarbeiter und Lagerräume verfügen.

Die Berghütte ist beliebtes Ausflugsziel. Sie liegt am Tiroler Höhenweg, am Meraner Höhenweg und mehreren alpenquerenden Routen. Landesrat Bessone ist von der Wichtigkeit des Eingriffs überzeugt: “Mit großem Aufwand wurden letzten Sommer provisorische Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer bereitgestellt. Jetzt ist es wichtig, die Hütte so schnell wie möglich wiederaufzubauen, funktional zu gestalten und in die wunderbare Landschaft zu integrieren.”

Von: luk

Bezirk: Bozen, Burggrafenamt

Kommentare

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4 Kommentare auf "Stettiner Hütte: Ausschreibung für Wiederaufbau startet"


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Zugspitze947
Zugspitze947
Tratscher
12 Tage 22 h

Es stimmt nicht dass die ganze Hütte zerstört war ! Das Ganz Dach und 50 % der Hütte waren vollkommen intakt und man hätte sie ohne grosse Probleme und hohe Kosten wieder renovieren können ! Echt traurig wie man das Geld verbrennt 🙁

Andreas1234567
Andreas1234567
Grünschnabel
12 Tage 22 h

Hallo @Zugspitze947,

mein Eindruck war schon in Richtung “total zerstört”.
Die Hütte hat es im tiefsten Winter zerfetzt, Wind und Wetter werden die Bausubstanz noch monatelang geschädigt haben.
Ob man jemals wieder Feuchtigkeit und Schimmel herausbekommen hätte?

So ist Passeier erstmal durchrenoviert, unterhalb entsteht die neue Lazinser Alm (die dann auch ganzjährig öffnen soll) und die Timmelsalm ist auch ziemlich neu.
Finde es nicht fehlinvestiert, gerade die immer zahlreicheren Wandergruppen mit Übernachtung spielen viel Geld herein.

Gruss nach Südtirol

Zugspitze947
Zugspitze947
Tratscher
12 Tage 7 h

@Andreas1234567 Scheinbar bist du kein Baufachmann. Ich habe die Hütte ziemlich genau angesehen,da war kein Schimmel und zerfetzt war sie gar nicht,sondern sauber getrennt ! Man hat sogar 2 Bagger benötigt um sie abzureissen. Es war total unnötig ! 🙁 

Andreas1234567
Andreas1234567
Grünschnabel
12 Tage 22 h

Hallo ins Pfelderer Tal,

dem Neubau alles Gute, ein Wunder wie lange die provisorische Holzhütte schon dem Hochgebirge trotzt.
Übrigens auf 2875 Höhenmeter.

Durch das beengte Provisorium ist übrigens Bemerkenswertes passiert, die alpinen Erzfeinde Radler und Wanderer mussten wegen Platzmangel teilweise an einem Tisch sitzen. Bislang ohne Tote..

Zusammenrücken war also stets angesagt und wird es 2019 auch sein.
Stimmungsmässig war es immer fein und auch Speis und Trank waren trotz eingeschränkter Küchenmöglichkeiten stets tadellos.

Den herzlichen Wirtsleuten alles Gute für die Saison 2019 und ein Wiedersehen im Schatten von Hochwilde, Eisjöchl und Hohe Weisse.

Gruss ins allerhinterste Passeier

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