Dachverband für Natur- und Umweltschutz befürchtet verlorenes Jahrzehnt

Tag des Energiesparens: “Weniger ist mehr”

Dienstag, 05. März 2024 | 07:06 Uhr

Bozen – Der Tag des Energiesparens findet jährlich am 5. März statt. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz lädt zu diesem Anlass alle dazu ein, bewusst über den eigenen Energieverbrauch nachzudenken und weitere Schritte hin zum gemeinsamen Ziel Klimaland Südtirol zu machen.

“Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt. Die kürzlich erfolgte Veröffentlichung des Klimaplan-Monitorings von der EURAC verdeutlichte erneut, dass wir in Südtirol die beste Zeit für unseren Start hin zum Ziel Klimaland verpasst haben. Das Monitoring zeigt auf, dass in Südtirol in den meisten Sektoren die Emissionen in den vergangenen zehn Jahren nahezu gleichgeblieben oder sogar gestiegen sind. Dementsprechend dringend ist es, dass wir nun den zweitbesten Moment nutzen”, so der Dachverband. Der internationale Tag des Energiesparens stelle dafür einen idealen Startpunkt dar.

Josef Oberhofer, Präsident des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz betont: „Für etwas, das ich nicht verbrauche, muss weder ich noch die Gesellschaft oder die Natur bezahlen. Sparsamkeit ist die Grundlage, dass wir unseren ökologischen Fußabdruck wieder in eine nachhaltige Größenordnung bringen.“

“Obwohl dies alles bekannt ist, fehlt vielen von uns immer noch die innere Motivation umzudenken.” Roland Plank, Sachverständiger für Klimaschutz beim Dachverband, befürchtet, dass wir erneut auf ein verlorenes Jahrzehnt hinsteuern: „Der bestehende Klimaplan 2040 stellt einen Ausgangspunkt dar. Über 100 Bürger und Bürgerinnen arbeiten derzeit im Rahmen des Klimabürgerrates und des Stakeholderforums an den zusätzlichen notwendigen Schritten. Der Schwachpunkt bei der Umsetzung des Klimaplans ist derzeit dessen Unverbindlichkeit, alles hängt vom Gutdünken der Landesregierung ab. Daher braucht es dringend ein verbindliches Landes-Klimagesetz.“

Hanspeter Staffler, Geschäftsführer des Dachverbandes ergänzt: „Freiwilligkeit, Sparsamkeit und politische Vorgaben müssen Hand in Hand gehen, nur auf diese Weise lässt sich die Erderhitzung eindämmen.” Ab jetzt sind alle Wirtschaftssparten und gesellschaftlichen Bereiche gleichermaßen gefordert, nur gemeinsam haben wir die Chance auf Erfolg.

“Die Einladung des heutigen Tages des Energiesparens stellt somit nicht nur einen wichtigen Gedanken für jeden Einzelnen von uns dar, sondern dient auch der Wirtschaft als Richtungsweiser in eine nachhaltige Zukunft”, so der Dachverband.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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9 Kommentare auf "Tag des Energiesparens: “Weniger ist mehr”"


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N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 15 Tage

Klimaschutz der Gesellschaft zu überlassen wäre wie wenn man mit 200 km/h und verbundenen Augen Auto fahren würde. Dumm und tödlich!
Ein Teil dieser Gesellschaft ignoriert und leugnet die Folgen der Erwärmung und ein zweiter großer Teil ist zu bequem daran zu arbeiten und will einfach weitermachen wie bisher. Nicht zuletzt kosten die Maßnahmen sehr viel Geld und welche welche Bürger bezahlen schon freiwillig in etwas was sie selbst wahrscheinlich nicht mehr erleben aber ihren Kindern eine lebenswerte Zukunft gäbe.
Die Politik muss handeln, strikt und ohne jeden Kompromiß. Manchmal muß man Menschen zu etwas zwingen!

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 15 Tage

Zwingen? Jain

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
1 Monat 15 Tage

jeder kann was beitragen, das stimmt… obo do Automobilsektor will jo scheinz ols Elektrifizieren😂

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 15 Tage

Da wird deutlich weniger Energie verbraten als beim Verbrennen. Der Großteil der Energie geht da schon verloren, bevor du überhaupt den Motor startest.

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
1 Monat 15 Tage

Neumi@ also greissan Schmorrn hone in mein Lebm no nia kert…les mol in Artikel, um woses ibahaup geat…🙄

Eisenhauer
Eisenhauer
Tratscher
1 Monat 15 Tage

Ich denke wir können uns alle auf den Kopf stellen und es wird doch nichts passieren. Es ist nachgewiesen, daß die Erde seit ihrer Entstehung 80% der Zeit eisfrei war. Vor X 1000 Jahre sollte doch alles klimaneutral gewesen sein und trotzdem war es wärmer.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 15 Tage

Es gab allerdings noch nie so einen rasanten Temperaturanstieg.Der einzigartige Fall, den wir jetzt haben, ist, dass das CO2 vor der Tempatur ansteigt und diesen beschleunigt.

Langsame Änderungen sind ok, daran können sich Mensch und Natur anpassen. Aber die Geschwindigkeit, die durch unseren Beitrag erreicht wird, ist katastrophal. Die übermäßige Rodung verhindert auch, dass sich das Ganze wieder einpendelt, so wie es früher passiert ist.
Jetzt gilt es, den Anstieg zu verlangsamen.

ps: Wieviel ist X?

Oracle
Oracle
Kinig
1 Monat 15 Tage

Dachverband für Natur- und Umweltschutz, wo bleibt die Aufforderung an die eigenen Mitglieder und Gönner sofort mit gutem Beispiel voranzugehen? Weg mit den Autos, weg mit all den Dingen, die um die halbe Welt trasportiert werden! Ja in keinen Flieger oder auf ein Schiff steigen! Beginnt glaubwürdig zu werden, anstatt nur Floskeln zu reden! 

Aurelius
Aurelius
Kinig
1 Monat 15 Tage

jeder kann etwas beitragen für unsere Natur, dass wir ein generelles Umweltproblem haben lässt sich nicht von der Hand weisen. tun wir es unseren Kindern und Enkeln zuliebe

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