Nun hat auch der französische Konzern Danone einen Rückruf gestartet

Toxin in Babynahrung: Danone ruft Produkte zurück

Samstag, 31. Januar 2026 | 11:57 Uhr

Von: apa

Nach dem Branchenskandal um verunreinigte Babynahrung hat der französische Konzern Danone in Österreich vier Chargen des Produkts Aptamil zurückgerufen. Der Rückruf erfolge aufgrund des möglichen Vorhandenseins des Bakteriengifts Cereulid, teilte Danone am Samstag mit. Der Schritt sei in Abstimmung mit den österreichischen Behörden getroffen worden und betreffe ausschließlich die vier Produkte mit dem spezifisch aufgeführten Mindesthaltbarkeitsdatum.

Folgende Chargen sollen nun zurückgegeben werden: Aptamil Pronutra Pre, 1,2kg: Mindesthaltbarkeitsdatum 19-11-2026, Aptamil Pronutra 1 DE, 800g: Mindesthaltbarkeitsdatum 10-11-2026, Aptamil Profutura Pre D, 800g: Mindesthaltbarkeitsdatum 20-04-2027 und 30-04-2027.

Skandal startete mit Rückruf von Nestlé

Sollten Eltern Produkte der vier oben genannten Chargen vorrätig haben, bat Danone die Produkte nicht noch weiter zu füttern, sondern dort zurückzugeben, wo diese gekauft wurden. Der Kaufpreis werde auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Selbstverständlich erhalte man dafür Ersatz. Eltern könnten sich hierfür sowie für alle weiteren Fragen an den Verbraucherservice sowie an das Aptacare Expertenteam wenden, teilte Danone mit.

Die NGO Foodwatch, die erst vor kurzem gewarnt hatte, dass Aptamil-Produkte derzeit schleichend aus Online-Shops und Regalen von Supermärkten und Drogerieketten verschwinden würden, übte am Samstag Kritik: “Dass Danone jetzt selbst jene Produkte zurückruft, über die wir bereits am Mittwoch berichtet haben, spricht für sich”, sagte Indra Kley-Schöneich, Geschäftsführerin von foodwatch Österreich. “Was vor wenigen Tagen noch dementiert wurde, ist nun Realität. Eltern wurden trotz möglicher Gefahr nicht informiert – und das ist inakzeptabel.”

Bereits Anfang Jänner musste der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé Babynahrung in etwa 60 Ländern, darunter auch in Österreich, wegen möglicher Belastung mit Cereulid zurückrufen. Danach rief auch der französische Milchindustriekonzern Lactalis Säuglingsnahrung in mehreren Ländern zurück. Es bestand ebenfalls der Verdacht, dass diese Cereulid enthalten könnte. Die französischen Behörden verwiesen darauf, dass beide Unternehmen eine aus China gelieferte Substanz verwendeten. Foodwatch hatte am Donnerstag in Paris eine Klage gegen Unbekannt eingereicht.

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