Die voestalpine bestätigte ihre Prognose fürs Gesamtjahr

voestalpine im ersten Quartal mit Gewinnsprung

Mittwoch, 05. August 2026 | 08:30 Uhr

Von: importer

Der oberösterreichische Stahl- und Technologiekonzern voestalpine hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres dank Sondereffekten einen Gewinnsprung erzielt. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg in den ersten drei Monaten auf 495 Mio. Euro, nach 361 Mio. Euro im Vorjahr. Darin enthalten seien Sondereffekte von rund 100 Mio. Euro, unter anderem aus dem Verkauf der Tochterfirma Böhler Profil, teilte das börsenotierte Unternehmen am Mittwoch mit.

Der Umsatz stieg zum Start des Geschäftsjahres 2026/27 leicht von 3,9 Mrd. auf 4 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich kräftig von 172 Mio. Euro auf 307 Mio. Euro. Unterm Strich stand nach den ersten drei Monaten ein Gewinn von 196 Mio. Euro, nach 106 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Entwicklung in den einzelnen Bereichen verlief unterschiedlich. Während der Konzern im Geschäftsbereich Railway Systems von einem Großauftrag über 470 Mio. Euro für die neue Hochleistungsstrecke Rail Baltica profitierte, blieb die Nachfrage aus der Bau-, Maschinenbau- und Konsumgüterindustrie auf gedämpften Niveau, hieß es. Auch das Geschäft mit der Automobilindustrie sei von dem anhaltend schwierigen Marktumfeld, insbesondere in Europa, betroffen gewesen.

“In diesem von externen Einflüssen maßgeblich geprägten Umfeld legen wir unseren Fokus weiterhin auf die konsequente Reorganisation renditeschwacher Geschäftsbereiche und forcieren gleichzeitig internationale Wachstumsprojekte”, so voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner. “Unsere robuste Strategie und unsere starke Bilanzstruktur bilden dabei eine stabile Grundlage.”

Prognose bestätigt

Der Konzern mit weltweit rund 48.640 Beschäftigten bestätigte indes seine Prognose für das Gesamtjahr 2026/27. Erwartet wird ein EBITDA in einer Bandbreite von 1,60 bis 1,85 Mrd. Euro. Zudem treibt die voestalpine ihre Strategie zur grünen Stahlerzeugung voran. Im ersten Halbjahr 2027 sollen die Elektrolichtbogenöfen (EAFs) in Linz und Donawitz in Betrieb gehen. Zudem erweitert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten in den USA und Kanada.

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