Spezielle Vorgaben muss man beachten

Vorsicht beim Verkauf von Schutzausrüstung und Medizinprodukten

Montag, 12. April 2021 | 10:22 Uhr

Bozen – Aufgrund der aktuellen Situation rund um Covid-19 versuchen einige Unternehmen, auf den Geschäftszug des Verkaufes von Schutzausrüstung und Medizinprodukten aufzuspringen. Beim Verkauf bzw. Handel dieser Produktkategorien ist jedoch höchste Vorsicht geboten, da Sonderregeln gelten. Bei einem Verstoß drohen hohe Verwaltungsstrafen.

Beim Vertrieb von Medizinprodukten und Schutzausrüstung sind spezielle Vorgaben zu beachten. So muss in Italien immer eine italienische Beschreibung an der Verpackung des Produkts bzw. im Beipackzettel angebracht werden. Ist dies nicht der Fall, droht eine Verwaltungsstrafe zwischen 500 und 3.000 Euro.

Besonders hohe Strafen von bis zu 128.400 Euro sind für den Verkauf von Produkten vorgesehen, die keine korrekte CE-Kennzeichnung bzw. Konformitätserklärung vorweisen können. Dies gilt nicht nur für den Hersteller, sondern auch für den Handel.

An Südtiroler Unternehmen wurden bereits Verwaltungsstrafen ausgestellt – so zum Beispiel für den Verkauf von elektrischen Fieberthermometern, die als Medizinprodukte gelten und deshalb die CE-Markierung und Produktinformationen in italienischer Sprache tragen müssen.

„Die Handelskammer rät den Unternehmen, sich im Vorhinein intensiv mit den gesetzlichen Vorgaben des Verkaufes von Medizinprodukten bzw. Schutzausrüstung auseinanderzusetzen“, berichtet Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen.

Unter Medizinprodukten versteht man Produkte, die zur Erkennung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten oder Verletzungen dienen. So gilt unter anderem ein Antigen-Schnelltest als Medizinprodukt.

Unter Schutzausrüstung wird Ausrüstung angesehen, die entworfen und hergestellt wird, um von einer Person als Schutz gegen ein oder mehrere Risiken für ihre Gesundheit oder ihre Sicherheit getragen oder gehalten zu werden. Eine Schutzmaske fällt beispielsweise in diesen Bereich.

Falls Fragen zu diesem Thema auftauchen, steht der Service für Produktsicherheit der Handelskammer kostenlos zur Verfügung. Erstinformationen bietet die Webseite www.handelskammer.bz.it.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Vorsicht beim Verkauf von Schutzausrüstung und Medizinprodukten"


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duc998
duc998
Grünschnabel
29 Tage 1 h

Bitte auch der landesregierung weiterleiten👍🏻😂😂

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
28 Tage 22 h

Hallo nach Südtirol,
……
“Unter Medizinprodukten versteht man Produkte, die zur Erkennung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten oder Verletzungen dienen.”
……….
Wie jetzt, Johannisbeerschnaps, Treber und Willy nur noch mit italienischem Beipackzettel?
Mir hat es immer getaugt wenn der Wirt Nutzen und wohltuende Wirkung des Ausgeschenkten mündlich dargelegt hat..

Das fehlt jetzt auch noch..

Auf Wiedersehen in Südtirol

Offline
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Universalgelehrter
28 Tage 22 h

@Andreas1234567..👍👍 und nicht zu vergessen Braulio und Zirbenlikör

Horti
Horti
Superredner
28 Tage 22 h

Sauerei das die Beipackzettel in Südtirol nur auf italienisch sind. Sollte auch ein zweiter auf Deutsch beigelegt werden.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
28 Tage 21 h

Horti, brauchst nur in der Apotheke fragen und er wird dir auf Deutsch ausgedrückt!

Offline
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Universalgelehrter
28 Tage 23 h

Die Händler wissen ganz genau, für was sie eine Verkaufslizenz haben. Es geht hier einzig und allein um das Austricksen von Schließungen für bestimmte Branchen. Diese mit Gegenständen des täglichen (Fieberthermometer ?) Bedarfs zu umgehen, haben die “Oberschlauen” unter den Bekleidungshändlern sogar palettenweise Toilettenpapier und Küchenrollen in ihre Geschäfte gestellt.

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