Brief- und Urnenwahl

Wechsel an der Spitze der bäuerlichen Senioren

Donnerstag, 22. April 2021 | 21:09 Uhr

Bozen – Seit November wurden die Orts-, Bezirks- und Landesgremien der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund mittels Brief- und Urnenwahl neu bestellt. Heute wurden die Wahlen mit der Präsentation des Ergebnisses der Wahl der Landesführung abgeschlossen. Die neue Landespräsidentin ist Theresia Agreiter Larcher aus Vahrn. Ihre beiden Stellvertreter sind Johann Weissensteiner aus Montan und Rita Vantsch Verginer aus St. Martin in Thurn. Der bisherige Landespräsident Gottfried Oberstaller aus Welsberg/Taisten hatte sich nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Normalerweise werden die Wahlen der Gremien der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund im Rahmen der Jahresversammlungen ausgetragen. Corona-bedingt mussten die Ausschüsse dieses Mal jedoch mittels Brief- und Urnenwahl neu bestellt werden.

Da auch die Landesversammlung nicht wie geplant stattfinden konnte, wurde auch die Landesführung der Seniorenvereinigung mittels Briefwahl gewählt. Umso größer war die Spannung, mit der die Funktionäre und Mitglieder auf das Ergebnis warteten.

Heute wurde es von der „alten“ und neuen Landesführung präsentiert: Theresia Agreiter Larcher aus Vahrn wurde von den Wahlberechtigten nahezu einstimmig (mit 297 von 305 Stimmen) zur neuen Landespräsidentin gewählt. Zu ihren beiden Stellvertretern bestimmt wurden Johann Weissensteiner aus Montan und Rita Vantsch Verginer aus St. Martin in Thurn. Trotz des Wahlmodus‘ der Briefwahl stand diese Wahl in keinster Weise jenen der Vorjahre nach: Insgesamt beteiligten sich 93,5 Prozent der Wahlberechtigten daran.

Alle drei Gewählten sind in der Seniorenvereinigung keine Unbekannten: Theresia Agreiter Larcher ist seit 2010 als Ausschussmitglied in der Ortsgruppe Vahrn und seit 2012 als Landespräsident-Stellvertreterin tätig; Johann Weissensteiner steht seit zwölf Jahren der Ortsgruppe Montan vor und übt auch das Amt des Landespräsident-Stellvertreters genauso lange aus; Rita Vantsch Verginer hat als Vertreterin der Südtiroler Bäuerinnenorganisation bereits acht Jahre lang im Landesausschuss der Seniorenvereinigung mitgearbeitet.

Der bisherige Landespräsident Gottfried Oberstaller aus Welsberg/Taisten hatte sich nach neunjähriger Amtszeit für diese Wahl nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Präsentation des Wahlergebnisses

Um die Wahlen mit einer den Umständen entsprechenden würdevollen Amtsübergabe abzuschließen, trafen sich – unter Einhaltung aller geltenden Sicherheitsbestimmungen – Gottfried Oberstaller, Theresia Agreiter Larcher, Johann Weissensteiner und Rita Vantsch Verginer heute in Bozen.

Nachdem das Wahlergebnis präsentiert worden war, gratulierte und dankte der scheidende Landespräsident der neuen Landesführung. „Ich freue mich sehr, dass ihr drei euch für diese Wahl zur Verfügung gestellt habt und dass euch unsere Funktionäre und Mitglieder so eindeutig ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich wünsche euch für eure künftige Tätigkeit ,a guats Handl‘ und dass ihr aus eurer Arbeit in der Seniorenvereinigung genauso viel für euch
selbst mitnehmen könnt, wie ich es durfte“, erklärte Gottfried Oberstaller.

Die frischgebackene Landespräsidentin Theresia Agreiter Larcher nutzte ihren ersten Auftritt, um ihrem Vorgänger zu danken. Sie betonte: „Lieber Gottfried, du warst ein herausragender Landespräsident, der unsere Organisation mit Herz und Verstand geleitet hat. Mit deiner harmonischen und humorvollen Art warst du bei allen beliebt und durch deinen Weitblick konntest du viele Seniorenthemen erkennen und umsetzen. Du bist für uns drei ein Vorbild und wir werden nun den Weg, den du geebnet hast, weitergehen und weiterbauen.“

Ausblick auf die ersten Inhalte

Abschließend nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, um die ersten Schwerpunkte der Tätigkeit zu besprechen und sich über die jetzige Situation der älteren Menschen zu unterhalten. „Im Mittelpunkt stehen seit jeher die Senioren und ihre Interessen. So werden wir auch weiterhin die Gemeinschaft und die Geselligkeit fördern und uns für die Anliegen der älteren Menschen stark machen“, unterstrichen die drei Neugewählten. Dabei sei es in Bezug auf die Veranstaltungen und in Hinblick auf die Interessensvertretung wichtig, sowohl den jüngeren als auch den älteren Senioren gerecht zu werden, um auch zukünftig die ganze Altersgruppe „60+“ anzusprechen. Gottfried Oberstaller gab seinen Nachfolgern noch mit auf den Weg, die Corona-Krise als Chance zu sehen. „Alle Menschen warten darauf, sich wieder begegnen zu dürfen und etwas erleben zu können. Sobald es die Situation zulässt, etwas zu veranstalten, sollte diese Möglichkeit genutzt werden. Das Miterleben ist es nämlich, nach dem sich die Leute sehnen, und das kann unsere Gemeinschaft ihnen bieten“, hob er hervor.

Von: bba

Bezirk: Bozen

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