Von: luk
Bozen – Die neue Vorstandsspitze des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit hat sich kürzlich in Bozen mit der Landesrätin für Arbeit, Personal und Europa, Magdalena Amhof getroffen. Am Treffen nahmen Präsidentin Roberta Rigamonti, Vizepräsident Richard Stampfl, Vorstandsmitglied Paolo Marcato und Geschäftsführer Günther Sommia teil.
Landesrätin Amhof betonte die Rolle des Verbandes als Sprachrohr von rund 70 Mitgliedsorganisationen: “Der Dachverband ist eine zentrale Schnittstelle zur Zivilgesellschaft und leistet tägliche Basisarbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Arbeit braucht unterstützende Rahmenbedingungen.”
Zentrale Themen: Ko-Programmierung, Arbeitsintegration und Projekte
Präsidentin Roberta Rigamonti verwies auf das Thema der Ko-Programmierung als strukturierte Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Verwaltung und Organisationen des Dritten Sektors. “Ko-Projektierung ist wertvoll, findet allerdings erst statt, sobald ein Projekt feststeht. Ko-Programmierung ist die Planungsphase im Vorfeld und für uns wesentlich, um Dienste für die Gemeinschaft gemeinsam zu planen und zu gestalten”.
Vizepräsident Richard Stampfl hob die ergebnisorientierte Zusammenarbeit in der Landesarbeitskommission hervor. Ein zentrales Anliegen betreffe die Arbeitsintegration von Menschen mit Behinderung: “Wir brauchen einen strukturierten Prozess beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt mit Einbindung aller Akteure”. Ein Schritt in die richtige Richtung sei die beschlossene Anhebung des Entgelts für Menschen mit Behinderung (LPA hat berichtet). Der Übergang in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis müsse weiterhin das Ziel sein.
Paolo Marcato betonte die gute Zusammenarbeit im Bereich des Europäischen Sozialfonds Plus und befürwortete die Anwendung von Standardkostenmodellen bei Ausschreibungen, wie sie für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bereits vorgesehen sind. Man wünsche sich zudem die Förderung von Projekten mit systemischer Auswirkung, die Netzwerke stärken, Kooperationen fördern und soziale Innovation ermöglichen.
Amhof sicherte dem Vorstand ihre Unterstützung zu. “Wir teilen die Ziele für einen inklusiven Arbeitsmarkt, Zusammenarbeit auf Augenhöhe und den Abbau bürokratischer Hürden. Der Dachverband ist für die Umsetzung ein strategischer Partner.”




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