Gratisstrom für alle könnte ab 2018 Wirklichkeit werden

Wer darf vom Stromkuchen naschen?

Donnerstag, 29. Juni 2017 | 09:21 Uhr

Bozen – Das Gerangel um das Thema Gratisstrom in Südtirol ist eröffnet. Wie das Tagblatt Dolomiten heute berichtet, peilt Landesrat Richard Theiner Gratisstrom für alle um 46 Euro im Jahr an.

Klappt alles, soll ab 2018 die Möglichkeit geschaffen werden elektrische Energie an „Verbrauchergruppen jeglicher Kategorie“ zu verteilen.

Doch weil die SVP-Arbeitnehmer jetzt schon Lunte gerochen haben, fordern sie die Vergünstigungen in erster Linie den Senioren sowie kinderreichen Familien zuzugestehen.

Mehr dazu erfahrt ihr in der heutigen „Dolomiten“-Ausgabe!

 

ASGB: “Gratisstrom ist eine wichtige entlastende Maßnahme”

Der Vize-Vorsitzende des ASGB (Autonomer Südtiroler Gewerkschaftsbund), Alex Piras, zeigt sich erfreut, dass das Land den Artikel 13 des Autonomiestatutes anwendet, der vorsieht, den Gratisstrom, den es von den Konzessionären erhält, an die Verbraucher weiterzugeben.

„Erfreulich in diesem Kontext ist nicht nur die Tatsache, dass im Autonomiestatut vorgesehene Verbraucherrechte endlich erfüllt werden, sondern vor allem, dass die Haushalte entlastet werden. Demzufolge ist der Vorstoß des Energielandesrates Richard Theiner absolut unterstützenswert und zielt in eine vernünftige Richtung, Südtirols Bürger zu unterstützen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber dennoch der Umstand, dass der Gratisstrom ohne unnötige bürokratische Hürden, wie Einkommenserklärungen oder anderweitige verwaltungstechnische Bremsklötze verteilt wird“, schreibt Piras in einer Presseaussendung.

„Die momentane Haltung des Energielandesrates, der darlegt, sich aktuell noch nicht auf Verbraucherkategorien, die vom Gratisstrom profitieren sollen, festzulegen, ist an und für sich nachvollziehbar. Der ASGB fordert aber ganz dezidiert diese Maßnahme unter anderem zu Gunsten der Rentner auszulegen. Der jahrelang nicht erfolgte Inflationsausgleich und die teilweise niederen Renten rechtfertigen diese Zweckbestimmung zur Entlastung der Rentner in jeder Hinsicht“, schließt Piras.

“Der Aufwand darf nicht höher als der Nutzen sein- Nein zu zusätzlicher Bürokratie!”

“In den Medien wird derzeit das Thema “Gratisstrom” erörtert. Laut Autonomiestatut sind die Inhaber großer Wasserkonzessionen dazu verpflichtet 220 KW/h je KW mittlerer Nennleistung an das Land abzuführen, bis dato wurde man dieser Verpflichtung mit Geldzahlungen gerecht. Mit dem Nachtragshaushalt, soll es nun möglich werden ab dem nächsten Jahr elektrische Energie an Verbrauchergruppen jeglicher Kategorien zu verteilen. Die Mindereinnahmen für den Haushalt würden ca. 10 Mio. Euro betragen – pro Haushalt wäre dies dann die Ersparnis von 46 Euro. Jetzt bringen sich die verschiedensten Interessensgruppen in Stellung und diskutieren, wem der günstige Strom prioritär zu Gute kommen solle”, so die SVP-Wirtschaft.

„Die Aussicht auf Gratisstrom klingt natürlich gut – man darf aber nicht die Kosten für den bürokratischen Aufwand in der Abwicklung außer Acht lassen und unterschätzen. Wenn die Kosten den Nutzen übersteigen fällt dies auch wieder auf den Steuerzahler zurück”, mahnt die SVP-Wirtschaft. “Insbesondere wenn dann der Strom vorzugsweise an bestimmte Bevölkerungsgruppen abgegeben werden soll erfordert, die Überprüfung der Kriterien einen immensen bürokratischen Mehraufwand. Die Wirtschaft fordert hingegen eine generelle Senkung des Strompreises, um auch die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Unternehmen zu stärken.” „Die SVP-Wirtschaft ist jedoch strikt dagegen, dass durch die komplizierte Abgabe von vermeintlichem Gratisstrom zusätzliche Bürokratie “herangezüchtet” werde,“ betont der Vorsitzende Josef Tschöll.

“Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen auch für die Unternehmen”

Die im Nachtragshaushalt vorgesehene Entscheidung, durch den Gratisstrom,
der dem Land Südtirol zusteht, günstigere Energiepreise für die
Endverbraucher zu garantieren, wird vom Unternehmerverband begrüßt. „Die
Reduzierung der Energiekosten für Familien und Unternehmen, um so
wettbewerbsfähige Preise im Vergleich zum Rest Europas zu erreichen, ist
ein Anliegen, das wir mehrfach vorgebracht haben, auch in einem gemeinsamen
Dokument mit den Gewerkschaften“, erinnert Verbandspräsident Federico
Giudiceandrea.

In diesem Zusammenhang unterstreicht der Unternehmerverband, dass die
Energiekosten vor allem für die Unternehmen auf ein mit dem Rest Europas
wettbewerbsfähiges Niveau gebracht werden müssen. Denn die italienischen
Betriebe bezahlen eine der höchsten Stromrechnungen europaweit: wie die
jüngsten Eurostat-Daten zeigen, liegt der Preis für industrielle Abnehmer
in Italien um rund 30 Prozent höher als im europäischen Durchschnitt und um
rund 50 Prozent höher als in Österreich. „Die Energie ist ein strategischer
Wettbewerbsfaktor für alle Unternehmen, insbesondere für die
Produktionsbetriebe. Die gleichen Bedingungen zu bieten, wie die Konkurrenz
im Ausland, wird deshalb zu einem ausschlaggebenden Faktor für die
Wettbewerbsfähigkeit eines Landes und seine Fähigkeit, bestehende Betriebe
zu halten und neue anzuziehen. In Anbetracht des Mehrwerts und des
Beitrages zum Wohlfahrtssystem von Seiten der Betriebe, würde eine
Energiepolitik, die sichere Energie zu konkurrenzfähigen Preisen
ermöglicht, einen unmittelbaren Vorteil für die gesamte Bevölkerung
garantieren“, so Giudiceandrea.

Südtirol produziert doppelt so viel Energie als es verbraucht und das Land
hat einen großen Spielraum im Bereich der Energiepolitik. „Neben einem
wettbewerbsfähigen Preis muss auch Versorgungssicherheit garantiert werden,
indem in die Verteilernetze investiert wird“, so Giudiceandrea
abschließend.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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49 Kommentare auf "Wer darf vom Stromkuchen naschen?"


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gini
gini
Grünschnabel
24 Tage 6 h

GRATIS um 46€ 😂 welche Aussage! hoffentlich isch wirklich amol epas derhinter ober bitte net lei für kinderreiche Familien weil die meisten Einheimischen kennen sich mehr wie 2 e net leisten

Sag mal
Sag mal
Superredner
24 Tage 4 h

ich wüsste einige die heute noch 4 Kinder haben.

Marta
Marta
Superredner
24 Tage 3 h

die Einheimischen arbeiten ja !!!-die können ruhig den teuren Strom bezahlen !!!

elvira
elvira
Tratscher
23 Tage 19 h

@Sag mal
es isch ober a fakt dass men sich es kinder hobn a leisten sollet, schusch isches besser zu verhüten. kinder in die welt setzn und nit wissn wia iber die rundn zu kemen isch zun kozn…sem kriag i liaber lai 1 und ermöglich meiner familie a schians lebn

genau
genau
Superredner
21 Tage 21 h

@elvira
Ja aber manche Menschen leben denken nicht so weit

OrB
OrB
Superredner
24 Tage 5 h

Erhöht doch endlich, ohne zusätzliche Kosten, den Haushaltsstrom auf mindestens 4,5kw.

alpha0
alpha0
Neuling
24 Tage 3 h

ist doch seit 1.1.2017 gesetzlich geregelt. mehrkosten pro jahr lediglich ca. 36 euro

Vinschger
Vinschger
Neuling
24 Tage 3 h

@alpha0 
wo bitte steht sel? Va sem hon i holt mol nu nicht ghört

alpha0
alpha0
Neuling
24 Tage 43 Min
Vinschger
Vinschger
Neuling
23 Tage 23 h

@ minus drucker

brauchts nit minus drucken, kennts mir lei in link posten wo sel steht…..

alpha0
alpha0
Neuling
23 Tage 22 h

@Vinschger
Noch 2016 wurde zwischen Haushalt am Wohnsitz oder Nichtwohnsitz bis 3kW und über 3kW unterschieden.

Seit 2017 wird nur mehr zwischen Haushalt am Wohnsitz und Haushalt am Nichtwohnsitz unterschieden. Fixgebühr pro kW und Jahr ist für das Jahr 2017 21,68 €.

3kW x 21,68 = 65,04 €

4,5 kW x 21,68 = 97,56 €

Macht eine Differenz von 32,52 € + 10% Steuern

macht 35,77 € pro Jahr!!!!!!

Preise pro Kilowattstunde sind in beiden Fällen identisch.

elvira
elvira
Tratscher
23 Tage 19 h

@alpha0 ma bitte…i hon ungruafn, des isch a scheiss. viele viele haken

alpha0
alpha0
Neuling
23 Tage 17 h

@elvira
nein, bei uns ist da kein hacken. ich arbeite aber auch nicht bei alperia 😉

Marta
Marta
Superredner
24 Tage 6 h

da ist sicher ein Hacken !!!

HansP
HansP
Neuling
24 Tage 6 h

wahrscheinlich nicht nur einer

iglabnix
iglabnix
Tratscher
24 Tage 5 h

Glab i a

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
23 Tage 21 h

Wahlen!

Marta
Marta
Superredner
24 Tage 4 h

Gratisstrom auch für ausländische Familien ???

Andreas
Andreas
Tratscher
24 Tage 3 h

die sem hobnen schun gratis

iglabnix
iglabnix
Tratscher
23 Tage 21 h

Die sem kriegn in strom gratis und geld dozui😛

Willi
Willi
Grünschnabel
23 Tage 20 h

Die sem kriegn die Wohnung und Verpflegung a gratis dorzua, und wos se net kriegn finden sie;)

Mamme
Mamme
Tratscher
24 Tage 6 h

Gratis um 46 Euro, Heist gratis nicht gratis???

xXx
xXx
Tratscher
24 Tage 5 h

Strom im Wert fi 46€/Johr wäre gratis.

nikolaus
nikolaus
Grünschnabel
24 Tage 5 h

300 kwh sind 69 euro ! Jetzt fängt es schon an die Reduzierung und Ausnahmen ! Entweder alle oder niemand ! Sonst wird es wieder eine unüberwindbare Bürokratie ! So das es wieder nicht klappt ! Was die wahrscheinlich wollen!

ITler
ITler
Grünschnabel
24 Tage 6 h

Die Bürokratie dahinter wird ins das 10-fache an Steuern kosten was wir uns ersparen.

bern
bern
Tratscher
24 Tage 3 h

Sind wir wieder im Kommunismus oder was?
Keiner soll Gratisstrom bekommen, aber die Steuern sollen runter. Zum Beispiel die GIS komplett abschaffen.

matthias_k
matthias_k
Universalgelehrter
23 Tage 9 h

Gratis-Strom ist für dich also Kommunismus? 
haha wow, dein politisches “Gespühr” ist wahrlich einzigartig …. 😂😂😂
Ich verstehe immer mehr wieso der gewählte Volksvertreter anonym bleiben will! 

werner
werner
Grünschnabel
24 Tage 4 h

Bring nix , ba ins sumpra va Südtirola ! Mir sein decht nio zufriedn ! I fohrat awi auchn mit die Preise !!!

genau
genau
Superredner
21 Tage 21 h

lol

Doppelt!! Nein 4 mal so teuer!!

Und dann gibt es endlich wieder 1000 geburtstagsfeiern für luis aug schloss tirol

wottel
wottel
Grünschnabel
24 Tage 5 h

Boooo 46 Euro😅😂

hubert
hubert
Neuling
24 Tage 6 h

guito witz…..seltn so gelocht

der echte Aaron
der echte Aaron
Tratscher
24 Tage 3 h

3,8€ Ersparnis im Monat. Wau!! Hab mir gleich ein neues Elektroauto bestellt.😂

Knecht
Knecht
Neuling
24 Tage 4 h

Dr Strom af dr Rechnung isch +/- 6 Cent, die Netzkostn ca. Noamol so viel. Dr Rest sein Steuern, dei normalerweise decht an den Staat zu zohln sein.

typisch
typisch
Grünschnabel
24 Tage 6 h

schlechter witz,wers glaubt. . .

Calamus
Calamus
Neuling
23 Tage 20 h

Kann mich bitte jemand aufklären…. Verstehe ich das richtig? Unter Gratis-Strom wird ein jährlicher (!) Nachlass von 46€ verstanden? Also 3€ irgendwas im Monat? Und dabei wird noch nachgedacht, wer die vollen drei Euro bekommt und wer nur 2?? Also echt jetzt… LÄCHERLICH!!!!!!

Krissy
Krissy
Tratscher
23 Tage 21 h

Gratisstrom ab 2018?
Vor oder nach den Wahlen ???
Nein, ich hab’s: während !

Eppendorf
Eppendorf
Tratscher
24 Tage 3 h

Ich will ihn gar nicht gratis, mir ist immer lieber das zu zahlen was ich in Anspruch nehme.

Knecht
Knecht
Neuling
24 Tage 4 h

Dr Strom isch fa olle Südtiroler, entweder olle gleich, koa es Lond direkt. War fan Aufwond sowiso es gscheideste.

wottel
wottel
Grünschnabel
23 Tage 21 h

Weign 3,80 S’Monat brauchnse nit sou a groasses Tam Tam mochn😐😁

Bubi
Bubi
Grünschnabel
24 Tage 2 h

das Wort KÖNNTE sagt eigentlich schon alles hallo wir träumen weiter.

So ist das
So ist das
Tratscher
23 Tage 19 h

Was soll diese verwirrende Überschrift? Gratisstrom ist wohl mehr als falsch, der Strom ist nicht gratis, sondern 46 Euro werden eingespart.
Tolles Wahlgeschenk der SVPD, anstatt den Strompreis dauerhaft zu senden.

elvira
elvira
Tratscher
23 Tage 6 h

46 euro wersch schun darzohln!

knoflheiner
knoflheiner
Superredner
23 Tage 23 h

staat pleite und strom dann gratis hihihi

elvira
elvira
Tratscher
23 Tage 19 h

seniorwn hoben sich de vergünstigungen verdiant ober a als junger mensch hot mens haint schwar. mieten sein kaum zu darzohlen olles isch tuier unbefristete verträge gibs olleweil seltener…….

Dagobert
Dagobert
Tratscher
23 Tage 19 h

was soll so ein riesen Trara wegen 46€ im Jahr ??

atheo
atheo
Neuling
23 Tage 17 h

Das bedeutet wieder einmal, dass der Großteil der Südtiroler Familien, wie üblich, von den Sozialmaßnahmen nicht profitiert. Die typische, STEUERZAHLENDE, Familie sieht nämlich wie folgt aus: beide arbeiten, weil man sonst den Lebensunterhalt ohnehin nicht bestreiten könnte, meist zwei Kinder ( wer kann sich mehr Wohnraum etc. leisten?),… Alternative wäre, sich mit wenig Arbeit und vielen Kindern von der Allgemeinheit, dann tatsächlich großzügig durchführen zu lassen. Aber auch das widerspricht der Lebensart der traditionellen Südtiroler Familie (im Endeffekt glücklicherweise).

Savonarola
Savonarola
Superredner
23 Tage 9 h

alles, was keinen Preis hat, hat keinen Wert und wird vergeudet. Ist ja schon beim Wasser so.

kuschlig
kuschlig
Grünschnabel
22 Tage 8 h

jemand werd nocher die Differenz zohln miassn. Oder.?

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