Planungssicherheit für Betriebe

Wohnbauprogramm 2026–2028: Starkes Signal für das Handwerk

Freitag, 13. Februar 2026 | 11:32 Uhr

Von: mk

Bozen – Mit der Genehmigung des mehrjährigen Einsatzprogramms für den geförderten Wohnbau 2026–2028 setzt die Landesregierung ein wichtiges wirtschafts- und wohnungspolitisches Zeichen. Das Handwerk begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Sie schafft Planungssicherheit für Betriebe, stärkt die regionale Wertschöpfung und trägt dazu bei, leistbaren Wohnraum im Land nachhaltig zu sichern.

Wie aus dem Beschluss der Landesregierung Nr. 0116 vom 6. Februar 2026 hervorgeht, sind im Haushaltsvoranschlag 2026–2028 erhebliche Mittel für den Wohnbau vorgesehen, allein 126,4 Millionen Euro im Jahr 2026. Ein wesentlicher Teil davon wird über das nun genehmigte Einsatzprogramm zielgerichtet für verschiedene Maßnahmen im geförderten Wohnbau eingesetzt. “Damit werden Neubau, Kauf und Sanierung ebenso unterstützt wie die Baulandbeschaffung, die Beseitigung architektonischer Barrieren oder Hilfen für soziale Härtefälle”, unterstreicht lvh-Präsident Martin Haller.

Aus Sicht des Handwerks ist insbesondere die klare mehrjährige Perspektive von großer Bedeutung. Investitionen in Neubau und Sanierung sind für viele klein- und mittelständische Betriebe ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Wenn öffentliche Förderprogramme verlässlich über mehrere Jahre hinweg dotiert sind, ermöglicht das den Unternehmen, Personal zu halten, Lehrlinge auszubilden und notwendige Investitionen in Maschinen, Digitalisierung und Qualifizierung zu tätigen.

Positiv bewertet der lvh auch, dass die Sanierung einen breiten Raum einnimmt. Die Förderung von Wiedergewinnung und konventionierter Sanierung stärkt nicht nur das Bauhandwerk, sondern auch die Baukultur im Land. “Bestehende Gebäude energetisch zu verbessern und an moderne Bedürfnisse anzupassen, bedeutet Aufträge für zahlreiche Gewerke – vom Bau- und Holzhandwerk über die Installations- und Elektrotechnik bis hin zu Malern, Bodenlegern und Metallbauern”, bekräftigt Haller. Gleichzeitig leistet dieser Schwerpunkt einen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung.

Insgesamt wertet das Handwerk das mehrjährige Einsatzprogramm 2026–2028 als wichtigen Impuls für die Bauwirtschaft und als klares Bekenntnis zur lokalen Wertschöpfung. “Jeder investierte Euro im geförderten Wohnbau fließt zu einem großen Teil direkt in lokale Betriebe und sichert Arbeitsplätze vor Ort. Damit stärkt das Programm nicht nur den Wohnstandort Südtirol, sondern auch seine handwerkliche Struktur – ein Zusammenspiel, das für die wirtschaftliche Stabilität des Landes entscheidend ist”, betont auch lvh-Direktor Walter Pöhl.

Bezirk: Bozen

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