Zwischen 400 und 500 Personen erwerben jährlich eine Mitgliedschaft

Zukunft des Obermaiser Schießstandes gesichert

Mittwoch, 10. Mai 2017 | 12:39 Uhr

Meran – Die Zukunft des Schießstandes an der Katzensteinstraße ist gesichert: Vor kurzem wurde die Führung der Anlage der Meraner Sektion des nationalen Sportschützenverbandes übergeben. Nun sollen auch die Führung der Bar und des angrenzenden Bogenschießstandes vergeben werden. Das Zukunftskonzept wurde heute von Bürgermeister Paul Rösch, Vermögensstadtrat Nerio Zaccaria und Sportstadträtin Gabriela Strohmer bei einer Pressekonferenz vor Ort vorgestellt.

„Der Schießsport ist eine der traditionsreichsten Sportarten in Meran. Schon 1870 wurde der erste Schießstand errichtet, damals noch am Theaterplatz“, sagte Rösch. Die Anlage in Obermais sei eine Anlaufstelle für den ganzen Bezirk. Zaccaria betonte, dass nach der Übereinkunft zur Führung des Schießstandes nun auch die Bar im Inneren ausgeschrieben werden soll: „Damit schaffen wir einen Treffpunkt für alle Schießsportbegeisterten.“ Eine Lösung gefunden werden muss außerdem noch für den angrenzenden Bogenschießstand. „Auch hier würden wir die Verwaltung gerne direkt an einen Verein übergeben“, so Zaccaria.

gmme

„Zwischen 400 und 500 Personen erwerben jährlich eine Mitgliedschaft, die zur Benutzung des Schießstandes berrechtigt“, sagte der Präsident der Sportschützenvereinigung Alessio Fornasier. Das liegt zum Beispiel an den verschiedenen, teils internationalen Wettkämpfen wie dem Sechsländerkampf im Vorjahr und an den Trainingsaufenthalten unterschiedlicher Nationalmannschaften. Am Samstag geht in Obermais das Alpenregionsschießen der (Trachten-)Schützen über die Bühne. Zudem nutzen auch die Jäger sowie verschiedene institutionelle Gruppen wie Polizei und Forstbehörden die Anlage für ihre Schießübungen. Für Privatpersonen werden dagegen Kurse angeboten, um den Waffenschein zu machen.

Keine Schüsse auf den „Hasen“ mehr – Rösch betonte, dass der im Vorjahr verfügte Stopp von Schrotschüsssen auf den sogenannten „Hasen“ aufrecht bleiben werde: „Der Lärm der Schrotschüsse im Freien ist gewaltig. Dem können wir die Anwohner nicht aussetzen.“ Ein Ausweg könnte lediglich die Einhausung dieses Teils der Anlage sein, für den allerdings das Land Südtirol aufkommen müsste. Der Schießstand befindet sich seit 2013 in Gemeindebesitz. Damals hatte die Gemeinde die Anlage um 1,9 Millionen Euro vom Land erworben.

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

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