Von: APA/AFP/Reuters/dpa
Die Zahl der Todesopfer beim Absturz eines Militärflugzeugs in Kolumbien ist Armeekreisen zufolge auf mindestens 66 gestiegen. Bei dem Absturz in Puerto Leguízamo, nahe der Grenze zu Peru und Ecuador, wurden außerdem Dutzende Menschen verletzt, wie AFP aus Armeekreisen erfuhr. An Bord der Transportmaschine befanden sich Armeeangaben zufolge 125 Menschen. Unter den Todesopfern befanden sich 58 Soldaten, sechs Mitglieder der kolumbianischen Luftwaffe und zwei Polizeibeamte.
Nach Angaben des Generals Carlos Fernando Silva Rueda waren 114 Soldaten und elf Besatzungsmitglieder an Bord des Flugzeugs. Verteidigungsminister Pedro Sánchez teilte in “tiefer Trauer” mit, dass die Transportmaschine vom Typ Herkules C-130 im Süden des Landes verunglückt sei.
Sie stürzte am Montag gegen 10.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) kurz nach dem Start in Puerto Leguízamo nahe der Grenze zu Peru und Ecuador ab. Sánchez sprach von einem “zutiefst schmerzlichen Ereignis” für Kolumbien.
Auf AFP-Fotos waren die Trümmer des ausgebrannten Flugzeugs in einem Waldgebiet zu sehen. Bauern aus der Gegend berichteten, sie hätten einen “Knall” gehört. “Ich spürte eine Explosion in der Luft, und als ich hinschaute, flog das Flugzeug schon dicht an meinem Haus vorbei”, sagte der Bauer Noé Mota.
Keine Hinweise auf Angriff
Die Ursachen des Absturzes seien noch nicht bestätigt, doch es gebe “keine Hinweise auf einen Angriff durch illegale Akteure”, erklärte Sánchez. In der Grenzregion kämpfen die kolumbianische und die ecuadorianische Armee gegen Drogenkartelle und Milizen.
Präsident Gustavo Petro sprach im Onlinedienst X von einem “schrecklichen Unfall, der nicht hätte passieren dürfen”. Er verwies auf die Notwendigkeit, die Militärflotte zu modernisieren. Der Präsident postete ein Video, in dem zu sehen ist, wie das Flugzeug versucht, an Höhe zu gewinnen, bevor es zu Boden stürzt.
In Bolivien war Ende Februar ebenfalls ein Hercules-Transportflugzeug abgestürzt. Mindestens 24 Menschen kamen dabei ums Leben.




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