Zwölf Messerstiche

Acht Jahre Haft: 21-Jähriger wegen Mordversuchs verurteilt

Dienstag, 22. Dezember 2020 | 08:22 Uhr

Bozen – Am 5. Juli 2019 hat der 21-jährige Maicol Milani im Bozner Stadtviertel Kaiserau einen Gleichaltrigen niedergestochen. Nun ist er wegen versuchter Tötung zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine höhere Haftstrafe beantragt und dem Täter niedrige Beweggründe als Erschwernisgrund vorgeworfen, dann aber mildernde Umstände als Ausgleich gelten lassen.

Mit zwölf Messerstichen war das Opfer niedergestreckt worden. Der Attacke ist ein Streit vorausgegangen, der mehrere Monate zuvor begonnen hatte. Im April war eine junge Frau vor einer Diskothek beleidigt worden, die mit einem Freund des Angreifers liiert war.

Im Stadtviertel Kaiserau sind die beiden Kontrahenten im Juli dann aufeinander getroffen und es kam erneut zu einer Auseinandersetzung. Milani stach zu und wurde darauf verhaftet.

Anwalt Giancarlo Massari, der vor Gericht die Interessen des Opfers vertrat, erklärte Medien gegenüber, dass laut gerichtlichem Gutachten zwei der Stiche potentiell tödliche Verletzungen hervorgerufen hätten. Der Täter habe das Opfer auf dem Boden liegen lassen. Hätte niemand einen Rettungswagen gerufen, wäre es für den Betroffenen vermutlich zu spät gewesen.

Zwei Stiche hätten nur knapp die Halsschlagader und das Herz verfehlt. Durch die Narben sei der Oberkörper des Opfers verunstaltet. Der junge Mann sei ein leidenschaftlicher Schwimmer. Wie hoch die Entschädigung ausfällt, muss ein Zivilgericht entscheiden. Gefordert wurden 300.000 Euro. In 90 Tagen liegt die Urteilsbegründung vor.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Acht Jahre Haft: 21-Jähriger wegen Mordversuchs verurteilt"


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Sonnenstrahl2020
1 Monat 4 Tage

8 Jahre Haft für ein genommenes Leben ist viel zu wenig.

servus13
servus13
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

8 Johr sein wianig obr sein Leben isch iatz a vorbei. Er geat ins Gefängnis und kimp nor mit 29 oder 30 außer und wert nor kuane Orbeit finden, bzw wenn er uane findet, nor konn er sein restliches Leben long jeden Cent obgeben und i glab sell isch mehr Strof, als no 2 Johr länger zu huckn.

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 4 Tage

Das Opfer hat überlebt…

Aber woher soll er nach 8 Jahren Knast die 300.000€ Schadensersatz bezahlen?
Wahrscheinlich für den Rest seines Lebens ein Sozialfall …

Echt iaz
Echt iaz
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Des isch viel zu wianig, ba solche Sochn brauchts deutlich höhere Strofn

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

i frog mi ,wos isch in den vorgon, bol er zuigstochn hot ,

vielleicht hat der schon longe hilfe gebraucht, ober wie meistens isch noar niamand umar
redn ,redn ,redn mit de jugentlichen

Echt iaz
Echt iaz
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Do brauch man nimmor dribor redn, do hilft lei mehr hort strofn, und sel so extrem das koan ondorer a lei mehr drun denkt so epas zu probiern

Doiger
Doiger
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Ein Armutszeugnis unserer Justiz !

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