Kommentar

Alex Schwazer – Einer gegen alle

Donnerstag, 04. August 2016 | 13:07 Uhr

Das Hauen und Stechen um die Teilnahme von Alex Schwazer an den Olympischen Spielen in Rio nimmt immer mehr tragikomische Züge an.
Die ganze Geschichte um die angebliche zweite positive Dopingprobe des Gehers aus Kalch war von Anfang an verdächtig. Zwischen der Abnahme der Proben und der Information über die positive Dopingprobe soll es zu mehreren Unregelmäßigkeiten gekommen sein.

Verdächtig ist auch, dass die Nachricht über die zweite positive Dopingprobe genau in jener Zeit fiel, als Schwazer in Rom sein Comeback feierte und sich somit die Teilnahme an den Spielen in Rio sichern konnte.

Es ist vor allem auch ein Skandal, dass der Internationale Sportgerichtshof dermaßen viel Zeit braucht, um ein Urteil zu fällen und der Geher aus Kalch immer wieder vertröstet wird. Nun soll das Urteil sogar direkt am Rande und unmittelbar vor den Wettkämpfen fallen

Es ist nicht nur Schwazers Anwalt, der glaubt, dass Kräfte am Werk seien, die gegen den Geher aus Kalch intervenieren würden. Kenner der Szene wie Schwazers Trainer und bekannte Doping-Gegner Sandro Donati rümpfen schon lange die Nase, sehen in der Welt der Sportfunktionäre viele Interessenskonflikte und sprechen von einem System, in dem die Korrupten nicht hinausgeworfen, sondern nur suspendiert oder in ein anderes Büro verlegt werden.

Kann ein System, das praktisch aus politischen Gründen den russischen Athleten den Start in Rio ermöglicht hatte, gerecht und unbefangen über den Fall Alex Schwazers befinden?

Alex Schwazer hat vor Jahren einen schweren Fehler begangen, sich entschuldigt und einen hohen Preis bezahlt. Es sind vermutlich seine letzten Spiele und es wäre nur gut und gerecht, wenn der Geher aus Kalch in Rio an den Start gehen könnte.

Von: ka

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