Ein Kommentar zu den Unwettern in Südtirol

Am Limit

Dienstag, 19. November 2019 | 10:37 Uhr

Bozen – Das war kein Wintereinbruch in den vergangenen Tagen, das war die Vorbereitung auf die Zombie-Apokalypse. Dieses Gefühl hatte man zumindest zeitweise, als das Stromnetz tagelang zusammengebrochen war und man die umgestürzten Bäume auf den Straßen sah.

Nicht nur in Südtirol ist es zu Problemen gekommen. In Venedig stand das Wasser 1,5 Meter über dem normalen Meeresspiegel, rund 70 Prozent des Stadtkerns wurden überflutet. Heftiger Schneefall hat im Südosten Frankreichs für chaotische Zustände gesorgt. 300.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

In Tirol verursachten die Unwetter in den vergangenen Tagen laut ersten Schätzungen einen Schaden von rund zehn Millionen Euro – und überall sorgten Einsatzkräfte und Feuerwehrleute dafür, dass Sicherheit und Ordnung so gut wie möglich wieder hergestellt wurden. Während die Kärntner Feuerwehren bislang 1.215 Einsätze geleistet haben, wurden bei uns zwischen dem 12. und 19. November rund 3.000 Einsätze gezählt. Über 4.000 Feuerwehrleute standen im Einsatz.

Die Natur schien außer Rand und Band zu sein. Derartige Niederschlagsmengen sind sogar im tiefsten Winter außergewöhnlich. Im weichen Boden hielten die Bäume dem Gewicht des durchnässten Schnees nur schwer stand.

Diesmal sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Gerettet wurde Südtirol in erster Linie von den vielen freiwilligen Helfern, denen ein großes Dankeschön gebührt. Doch auch die Feuerwehren am Land standen nach den stundenlangen Einsätzen teilweise am Limit.

Was passiert, wenn die nächste Wetterkapriole noch heftiger ausfällt? Sind wir dann gerüstet? Auf alle Fälle sollten wir auf der Hut bleiben und Nachlässigkeit vermeiden.

Von: mk

Kommentare

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5 Kommentare auf "Am Limit"


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Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
25 Tage 10 h
Keine Panik, so was hat es immer schon gegeben. So eine Breite Meinung. Dass der Mensch am Rad mit dreht, wollen viele nicht wahrhaben. Waren die Meere tatsächlich schon immer so zu Gemüllt?  Auf den Berggipfeln alle 10 meter eine Braune Hinterlassenschaft.? Die Temperatur um fast 2Grad höher als vor Jahren? Atommüll auf Land und See? Vergiftete Böden? Kranke Nahrungsmittel? Ich Glaube man könnte ein Buch schreiben, was der Mensch alles kaputt macht auf diesen Planeten. Aber keine Panik, hat es immer schon gegeben. Wir werden es noch Deutlicher zu spüren bekommen, was es schon immer gegeben hat, aber bitte… Weiterlesen »
Neumi
Neumi
Kinig
24 Tage 14 h

Bisher konnte keiner konkret Beispiel nennen, wann es das letzte Mal so schlimm war.
Aber was es definitiv nicht “immer schon” gegeben hat: Keine Toten.

Jede Menge Jammerer? Klar. So lange die Leute noch in der Lage sind zu jammern, muss man froh sein.

l OneManArmy l
l OneManArmy l
Superredner
25 Tage 8 h

Das nennt man KlimaWANDEL, in erster linie daran bemerkbar, dass das Wetter extremer wird. Die Langzeitfolgen folgen später.

amme
amme
Superredner
24 Tage 12 h

iats kemmen die gretas wieder plapperipapp

MayerSepp
MayerSepp
Tratscher
24 Tage 14 h

Eine Extremsituation, sicherlich, aber kein Grund, in allgemeine Panik zu verfallen.
Außerordentliches Wetter gab es immer wieder in der jüngeren europäischen Geschichte, so sind z.B. Sturmfluten auf Nordseeinseln schon aus dem Mittelalter überliefert.
Insofern: ja, vorbereitet sein. Der nächste Sturm und der nächste Schnee kommt bestimmt.  

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