Sogar Schülerinnen schlagen sich

Besorgniserregende Vorfälle an Schulen

Samstag, 29. November 2025 | 10:48 Uhr

Von: luk

Bozen – In Bozen haben zwei gewalttätige Auseinandersetzungen unter Jugendlichen erneut die Aufmerksamkeit auf das Thema Gewalt an Schulen gelenkt. Beide Vorfälle verliefen glimpflich, dennoch reagieren Schulen und Behörden sensibel.

Am Dienstag kam es am Gymnasium Evangelista Torricelli zu einer Schlägerei zwischen zwei Schülern. Auslöser soll ein Streit um den Verkauf einer Jacke gewesen sein, die übergeben, aber nicht bezahlt wurde. Die Jugendlichen gingen gegenseitig aufeinander los, bis Lehrkräfte eingriffen. Beide erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst versorgt. Auch die Staatspolizei war vor Ort, um den Vorfall zu klären.

Am Mittwochmorgen gerieten zwei 14-jährige Schülerinnen der Claudia-de’-Medici-Schule aneinander. Laut ersten Informationen soll Eifersucht der Hintergrund gewesen sein. Die Mädchen verletzten sich leicht, woraufhin die Schule einen Rettungswagen und die Carabinieri verständigte.

Schuldirektorin Silvia Franco betont, dass die Schule laufend Maßnahmen setze, um Konflikte gewaltfrei zu lösen. Der italienische Bildungsdirektor Vincenzo Gullotta erklärt, dass es klare Vorgaben gebe: Bei körperlichen Auseinandersetzungen müsse die Schulleitung stets einen Rettungswagen rufen, Eltern und Sicherheitskräfte informieren und anschließend disziplinarische Schritte prüfen. Zusätzlich würden Psychologen oder andere Fachpersonen eingebunden, um den Jugendlichen die Tragweite ihres Handelns bewusst zu machen.

Bezirk: Bozen

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