20.000 bis 30.000 Euro erbeutet

Betrügerin nutzt Schwäche von Ärzten aus

Donnerstag, 05. März 2026 | 11:18 Uhr

Von: mk

Bozen – Eine Frau wurde festgenommen, nachdem sie mehrere Südtiroler Ärzte um Tausende Euro betrogen hatte. Die Frau erschien in den Arztpraxen und täuschte schwerwiegende persönliche Notlagen vor, wodurch es ihr gelang, sich beträchtliche Geldsummen aushändigen zu lassen.

Unter den betroffenen Medizinern gibt es Fälle, die zwischen 20.000 und 30.000 Euro verloren haben. Die Carabinieri von Burgstall haben eine Warnung an die Ärztekammer geschickt.

Bei den bekannten Opfern, die der Frau auf den Leim gegangen sind, handelt es sich um Ärzte in Pension, die ihre Tätigkeit allerdings noch in freiberuflicher Form ausüben. Ärztekammer-Präsidentin Astrid Marsoner spricht laut einem Bericht der Zeitung Alto Adige von Ärzten jeglichen Alters.

Die mutmaßliche Betrügerin, die schwerwiegende persönliche Notlagen vorgetäuscht hatte, war es wohl gelungen, das Mitleid der betroffenen Ärzte zu erregen. Unter anderem habe sie auch einen Sohn ins Feld geführt, durch den sie sich überfordert fühle.

Neben den finanziellen Schäden wirkt sich Betrug immer auch psychologisch aus. Die Carabinieri haben darum die Ärztekammer gebeten, Informationen zum Fall an alle Ärzte im Land zu verbreiten. Auch Ärzte sollten demnach Bitten um Hilfe finanzieller Natur mit höchster Skepsis begegnen. Im Zweifelsfall können Betroffene die einheitliche Landesnotrufnummer 112 wählen.

Bezirk: Bozen

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