Ex-Klosterfrau brachte Ermittlungen ins Rollen

Betrug und Steuerflucht: Gegen Prälat Beneventi wird Anklage erhoben

Samstag, 02. September 2017 | 09:06 Uhr

Bozen – Die Bozner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Prälaten argentinischer Abstammung, Patrizio Benvenuti, erhoben. Ihm wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung zu betrügerischen Zwecken und Steuerflucht vorgeworfen, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.

Bekanntlich wurde der 65-Jährige im Februar 2016 wegen einer Reihe von mutmaßlichen Betrügereien im Finanzsektor festgenommen. Rund 300 Personen sollen zu den Opfern zählen, darunter befinden sich auch zahlreiche Südtiroler.

Insgesamt geht es um eine Summe von 30 Millionen Euro.

Staatsanwalt Igor Secco, der die Untersuchung leitet, hat auch Anklage gegen Etienne Benetrix, Fabio Pompei und Pandolfo Pandolfi erhoben. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung zu betrügerischen Zwecken vorgeworfen.

Die ehemalige Klosterfrau Agnes Colz aus dem Gadertal, die Benvenutis Haushälterin war, hat im Jahr 2014 die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Die Ex-Mitarbeiterin war zufällig und ohne Wissen der Leitung auf verdächtige Bankdokumente gestoßen und erstattete Anzeige.

Den meist betagten Opfern der Bande wurde laut Ermittlungen der Finanzpolizei vorgegaukelt, ihre Investitionen seien in den guten Händen von Finanz- und Immobilienexperten und würden darüber hinaus dem humanitären Entwicklungsfonds „KEPHA“ zugutekommen, welcher vom auf den Kanarischen Inseln residierenden Prälat Benvenuti geführt wird. Wie sich jedoch herausstellte, ist der Fond weder akkreditiert, noch steht er in jeglicher Verbindung mit dem Vatikan, wie gegenüber den „Kunden“ angegeben wurde.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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18 Kommentare auf "Betrug und Steuerflucht: Gegen Prälat Beneventi wird Anklage erhoben"


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denkbar
denkbar
Universalgelehrter
22 Tage 6 h

Wie gut, dass die Klosterfrau gleich Anzeige erstattet hat!

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
22 Tage 2 h

Ex-Klosterfrau, d.h. doch, dass sie danach ihrem Arbeitgeber gekündigt hat!

Tabernakel
22 Tage 50 Min

Keine Klosterfrau sondern die “Haushälterin”

myopinion
myopinion
Grünschnabel
21 Tage 23 h

@Tabernakel . In der Überschrift steht: Ex-Klosterfrau brachte Ermittlungen ins Rollen

schreibt...
schreibt...
Neuling
22 Tage 3 h

Jaja, so katholisch ist die Kirche nun auch wieder nicht! Ein Skandal nach dem anderen!

Tabernakel
22 Tage 49 Min

Habe ich vom Islam noch nie vernommen.

krakatau
krakatau
Superredner
22 Tage 3 h

Die größten Gauner sitzen immer ganz oben

Tabernakel
22 Tage 49 Min

Sagen die kleinen Gauner.

krakatau
krakatau
Superredner
21 Tage 1 h

@Tabernakel meinst du dich damit selber ?

kornfeld
kornfeld
Tratscher
22 Tage 3 h

Heiligscheinheilig
Es gibt in jeder Kiste einen faulen Apfel… Wieder mal schlechte Nachrichten von der Kirche.
30 Millionen ist ein patzen Geld!! Mal sehen was dabei rauskommt

Lingustar
Lingustar
Superredner
22 Tage 2 h

In Südtiroler Kisten kann das nicht sein, denn die Äpfel darin sind so immun, da kann nichts faulen…

Angel
Angel
Neuling
21 Tage 21 h

Zum guten Schluss nicht viel, wird sicher alles unter den Teppich gekehrt.

Tabernakel
22 Tage 50 Min

Ex-Haushälterin mit enttäuschter Liebe?

Waltraud
Tratscher
21 Tage 21 h

Taberu, boah pfui

Lingustar
Lingustar
Superredner
22 Tage 2 h

So wie es aussieht, hat man in dieser “Vereinigung” das Mittelalter immer noch nicht hinter sich gelassen…

peterle
peterle
Superredner
22 Tage 2 h

Das Geld muss dem Arbeitgeber gespendet werden.
Der Vatikan braucht es zum Reinwaschen.

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
22 Tage 32 Min

pfuiii👎

mitredn
mitredn
Grünschnabel
21 Tage 18 h

Sou isch richtig, wiedo a Gauner ins Netz gongen!

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