Anklage geht von Tötungsabsicht aus

Bozen: Von der Morddrohung zur Messerattacke

Montag, 06. Juli 2020 | 08:17 Uhr

Bozen – Alles hat im April letzten Jahres mit einem vermeintlich harmlosen Streit in einer Diskothek in der Industriezone in Bozen angefangen. Nun befasst sich ein Richter mit dem Fall. Die Anklage spricht von versuchtem Mord.

Ein 21-jähriger Bozner ist mit einem Gleichaltrigen aneinandergeraten und es kam zu einem heftigen Wortgefecht. Zum Schluss schrie er seinen Kontrahenten an, er würde ihn umbringen.

Die Morddrohung wurde bei weiteren Gelegenheiten wiederholt – bis der 21-Jährige irgendwann tatsächlich zusticht. Zwölfmal insgesamt. Das Opfer trug Verletzungen im Brust- und Bauchbereich, an den Gliedmaßen, am Hals und am Rücken davon. Das Messer, das er verwendete, hatte eine acht Zentimeter lange Klinge.

Der Staatsanwaltschaft zufolge sind das unverkennbare Anzeichen einer Absicht, einen Mord zu begehen. Dass er sein Opfer angreifen wollte, würde auch ein Schlagring beweisen, der in seiner Hosentasche gefunden worden war.

Die Verteidigung ist hingegen davon überzeugt, dass keine Tötungsabsicht bestanden habe, und will dies auch beweisen.

Am 20. Oktober findet die Anhörung des gerichtlichen Gutachters statt, der die Verletzungen des Opfers analysiert hat. Das Gutachten soll klarstellen, ob die Art der Verletzungen eine Anklage wegen versuchten Mordes stützen, oder nicht.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Bozen: Von der Morddrohung zur Messerattacke"


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Anubis
Anubis
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Im ernst? Wen jemand 12 mol zua sticht zehm will man sichor net lei oan dorschreckn odor? 😱🤬

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Superredner
1 Monat 4 Tage

Tötungsabsicht ?? Niemals !! Denn wer zwölf !! Mal mit einem Messer auf seinen Gegenüber einsicht, will ihn wahrscheinlich nur kitzeln. Was für eine anwaltliche Posse 🙈

doerfla
doerfla
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

wer af leute schießt edo mitn messo sticht hot olm bösa absichtn des mocht man nicht wiesöi gibts a waffenverbot

inQuarantaene
inQuarantaene
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Art. (…)

Die Verteidigung ist hingegen davon überzeugt, dass keine Tötungsabsicht bestanden habe, und will dies auch beweisen.

Meine Frage ist WIE?

Sokrates
Sokrates
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Man sollat viel strengere Maßnahmen ergreifen ba de sochn, suscht lernen de Leit des nia. Wenn se schun so wianig hirn hobm oan obstechn zu welln, donn muas man nen a horte Strofe ertoaln, des heart suscht net auf

Brummbaer
Brummbaer
Neuling
1 Monat 3 Tage

dass der Verteidiger seinen Job machen muss, ist klar. Dass aber immer wieder Täter geschützt und die Opfer im Stich gelassen werden, ist eine “verkehrte Welt”! Wer mit Messer und Schlagring unterwegs ist, ist potentiell kriminell, da gibts nichts schönzureden!

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