Fischereiverein Eisacktal reinigt die Flussufer

Brixen: 700 kg Müll lagert entlang des Eisacks

Mittwoch, 02. Mai 2018 | 08:16 Uhr

Brixen – 700 kg Müll: So viel Abfall sammelt sich in einem Jahr am Eisackufer im Stadtgebiet von Brixen an. Wobei, er sammelt sich nicht einfach so an – Passanten, Radfahrer, Jogger entsorgen ihn achtlos entlang des Flusses.

Ein Mal im Jahr wird der Müll in unmittelbarer Nähe des Eisacks beseitigt. Eine aufwändige Arbeit, die in diesem Jahr wieder der Fischereiverein Eisacktal übernommen hat, technisch unterstützt von der Stadtwerke Brixen AG: Vor einigen Tagen beteiligten sich 26 freiwillige Helfer an der Reinigungsaktion, bei der sie über vier Stunden lang das Ufer zwischen der Privatklinik Dr.-von-Guggenberg und der Oberschule TFO abgingen und zudem die Teilstücke zwischen dem Maxi Mode Center in Vahrn und dem Zusammenfluss von Eisack und Rienz vom Unrat säuberten. Zwischengelagert im Recyclinghof Brixen, wird der Abfall nun fachgerecht entsorgt.

Rudi Messner vom Vorstand des Fischereivereins Eisacktal zieht Bilanz: „Bereits bei unserer Reinigungsaktion vor zwei Jahren haben wir festgestellt, dass die achtlos weggeworfenen Hundekotsäckchen, die Plastikflaschen und der illegal entsorgte Hausmüll den größten Anteil ausmachen.“

„Die roten Säckchen mit Hundekot stechen ins Auge und sind unhygienisch“, sagt Michele Bellucco, Leiter der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen AG. Aber nicht nur das: „Wenn die Säckchen nicht in den entsprechenden Abfallkörben entsorgt werden, die in ausreichender Zahl entlang der Uferwege stehen, verunreinigen sie über kurz oder lang das Wasser mit Mikroplastik und gefährden die Wassertiere. Dasselbe gilt für die Plastikflaschen, die zuhauf am Eisackufer liegen. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik können bis zu 400 Jahre vergehen. Bis dahin zerfällt es lediglich in immer kleinere Partikel. Selbst wenn wir barfuß am Strand spazieren, haben wir zahllose Mikroplastikpartikel unter den Füßen. Das ist Plastik, das weit weg vom Meer, vielleicht bei uns in Brixen, mal achtlos ins Gebüsch geworfen wurde.“

„Respekt vor der Umwelt ist ein zentraler Teil unseres Leitbildes. Wir rufen daher alle dazu auf, ihren Abfall korrekt zu entsorgen. Das sind wir der Natur schuldig!“, appelliert Rudi Messner an alle Bürgerinnen und Bürger.

Stadtrat Josef Unterrainer dankt im Namen der Gemeindeverwaltung von Brixen dem Fischereiverein Eisacktal und der Stadtwerke Brixen AG für ihren Einsatz sowie der Tourismus Genossenschaft Brixen für den finanziellen Beitrag: „Wir wünschen uns, dass die Bevölkerung noch sensibler für das Thema wird. Eine saubere Umwelt ist die Basis für unser aller Wohl und ein sauberes Stadtbild die Voraussetzung, dass sich Einheimische und Gäste bei uns wohl fühlen und achtsam mit unserem begrenzten Lebens- und Erholungsraum umgehen.“

Von: luk

Bezirk: Eisacktal

Kommentare

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8 Kommentare auf "Brixen: 700 kg Müll lagert entlang des Eisacks"


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maria zwei
maria zwei
Superredner
20 Tage 2 h

Danke den “Saubermachern” und ein “pfui” all denen die den Weg zum Müllkübel scheuen

ahiga
ahiga
Tratscher
20 Tage 3 h
….jetzt weiß ich nicht, wie ich diese meldung “einstufen” soll. Einerseits mehr als traurig, das viele menschen nach wie vor nicht im stande sind ihren dreck ordentlich zu entsorgen. Wobei mittlerweile jede einzelne Gemeinde wirklich alles dafür tut, das es mehr als einfach wäre. Warum diese ganze umweltverschmutzung ” im kleinen” nicht wesentlich mehr verfolgt und bestraft wird ist mir seit langem ein rätsel. Bei autos gehts halt einfacher wahrscheinlich,…bei betrieben ist die Geldstrafe in trockenen tüchern usw. Andererseit kann man diesen leuten nur danken und den hut ziehen, das sie sowas überhaupt machen. Räumen immerhin den dreck anderer/fremder  auf.… Weiterlesen »
Vieldenker
Vieldenker
Superredner
20 Tage 4 h

Waaahnsinn und dabei dachte ich wer tierlieb ist und einen Hund besitzt, der hat auch eiine gewisse Sensibilität der Natur gegenüber, aber da lag ich doch falsch. Und auch die GESUNDHEITSBEWUSSTEN sportler scheinen nur scheinheilig zu sein, nur egoistisch dem eigenen Körper und Gesundheit gegenüber aber di Natur wissen auch viele nicht zu schätzen.
Abartig, einfach abartig. Aber eure kindee werdens euch danken!!
Ich danke dem Fischereiverein

Vieldenker
Vieldenker
Superredner
20 Tage 4 h

dann müsste man jetzt noch klären warum die Hundesäckchen nicht wie die einkaufstaschen aus bio abbaubarer Maisstärke gemacht werden, dann wäre es Biomüll, denn sowas im müllverbrennunggsofen verbessert wahrscheinlich die abgaswerte auch nicht! und am ufer würden sich die recht schnell auflösen

Dagobert
Dagobert
Superredner
20 Tage 4 h

Ist doch im ganzen Land daselbe Bild, aber solange es “nur” Menschen, mit oder ohne Verstand tun ist das ja halb so schlimm, viel schlimmer ist wenn ein Hund in die Böschung 💩 sch…..

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
20 Tage 1 h

@ Dagobert
Noch paar Jahre Geduld dann schauts ähnlich aus wie in Kampanien,ist ja sowieso schon ein Großteil der Gegend von Berg bis Tal regelrecht verschandelt.Das Problem liegt darin dass der Großteil der Individuen in jeder Hinsicht keinen Anstand und Respekt mehr hat somit kanns auf zeit garantiert nur schlechter werden.

Bubi
Bubi
Tratscher
20 Tage 8 Min

mein Vorschlag man müßte ein App auf das Smartphon installieren können um solche Vergehen sofort an die Stadtpolizei melden zu können das wäre ganz sicher eine Abschreckung für solche Umweltsünder leider sind immer noch zuviele solcher Schw….ne unterwegs.

sepp2
sepp2
Tratscher
19 Tage 23 h

Danke an allen Beteiligten.
hab leider nichts davon gewusst häzte sofort mitgemacht.
bitte das nächste mal bescheid sagen

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