Er steckt wieder fest

Buckelwal sitzt vor deutscher Ostseeküste wieder fest

Dienstag, 31. März 2026 | 15:39 Uhr

Von: APA/dpa

Ein Buckelwal sorgt vor der deutschen Ostseeküste weiter für Aufmerksamkeit. Das Tier tauchte zwischenzeitlich ab, wurde aber Dienstagvormittag erneut gesichtet. Dabei schwamm es zunächst frei, doch dann teilten Umweltminister Till Backhaus (SPD) und Greenpeace mit, dass der inzwischen “Timmy” genannte Meeressäuger wieder festsitzt. Allerdings liege er so auf, dass er sich von selbst befreien können – wenn er denn wolle.

Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack berichtete, das Tier sitze in der Kirchsee fest, einem Teil der Wismarer Bucht. “Leider hat der Wal das gemacht, was er will, und ist in die Bucht hineingeschwommen”, so Maack. Auch Backhaus bedauerte, dass sich der Wal nicht an die Route gehalten habe. “Ich hoffe inständig, dass wir noch ein gutes Ende finden.” Die Hoffnung ist, dass sich der Buckelwal in tieferes Ostseewasser bewegt und dann Kurs Richtung Norden nimmt. Die Umweltorganisation Greenpeace setzte in der Wismarer Bucht ein Schlauchboot ein, um zu verhindern, was letztlich doch eintraf: dass der Wal sich dort festschwimmt.

Ständig in Küstennähe

Der zwölf bis 15 Meter lange Meeressäuger lag seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser. Am Montagabend hatte er sich mit weiter steigendem Wasserstand bewegt und war dann abgetaucht.

Der Buckelwal war zunächst in der Nacht auf den 23. März auf einer Sandbank in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand gestrandet. Später gelang es dem Tier, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten.

Gesundheitszustand kritisch

Nach Angaben des Umweltministeriums war der Wal seit dem 3. März im küstennahen Bereich der Ostsee unterwegs. Laut der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd verfing er sich in einem Stellnetz. Ein Teil des Netzes befindet sich noch im Maul. Auch weist das Tier durch den relativ niedrigen Salzwassergehalt der Ostsee Hautinfektionen auf. Aus diesem Grund konnte nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums auch kein Peilsender befestigt werden. “Der Gesundheitszustand des Tieres bleibt weiterhin kritisch”, teilte das Meeresmuseum in Stralsund mit.

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