Digitale Ethik im Klassenzimmer

Carabinieri sensibilisieren Mittelschüler in Vintl

Montag, 20. April 2026 | 10:36 Uhr

Von: mk

Vintl – Was Recht und Ordnung bedeutet und wie ein soziales Miteinander funktionieren kann, ist auch für Kinder und Jugendliche wichtig. An der deutschsprachigen Mittelschule in Vintl informierten auf Einladung von Schuldirektorin Dr. Birgit Pichler Capitano Giuseppe Specchio, Kommandant der Carabinieri-Kompanie in Brixen, und Maresciallo Emanuele Cau, Kommandant der Station in Vintl, über die Gefahren von Cybermobbing und die neuen Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz.

Um eine optimale Einbindung aller Schüler zu gewährleisten, wurde die Konferenz zweisprachig auf Deutsch und Italienisch abgehalten. Im Rahmen des Vortrags „Cybermobbing und KI: Eine verborgene Zerbrechlichkeit im Netz“ verdeutlichten die Ordnungshüter die gravierenden Unterschiede zwischen physischem Mobbing und digitaler Belästigung, die durch Anonymität und dauerhafte Verfügbarkeit der Inhalte geprägt ist.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Risiken der Künstlichen Intelligenz, insbesondere im Hinblick auf Deepfakes und die manipulative Erstellung diffamierender Inhalte. Die Schüler wurden dazu ermuntert, die Rolle als Zaungast zu verlassen und zu aktiven Verteidigern gegen Missbrauch im Netz zu werden, indem man KI-generierte Falschmeldungen erkennt und sie vorzeitig meldet.

Zum Abschluss der Veranstaltung unterstrich Kommandant Specchio die Bedeutung von Schule und Familie als ethischen Kompass in einem technologiegeprägten Zeitalter. Ziel der Initiative sei es nicht nur, technisches Wissen über IT-Sicherheit zu vermitteln, sondern Mitmenschlichkeit und kritisches Denken im digitalen Raum zu fördern. „Die Jugendlichen sollen lernen, dass Künstliche Intelligenz zwar enorme Chancen bietet, aber ohne Empathie und Verantwortungsbewusstsein zu einer sozialen Gefahr werden kann“, erklärte der Kommandant.

Bezirk: Eisacktal, Pustertal

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