Chinesische Gemeinde sieht keine Überwachung

China-Polizeistation in Bozen: “Es gibt keine Hinweise”

Mittwoch, 07. Dezember 2022 | 08:40 Uhr

Bozen – Nach den gestrigen Medienberichten, wonach China in Europa, speziell aber in Italien und hier auch in Bozen inoffizielle Polizeistationen unterhalte, um Exil-Chinesen im Auge zu behalten, war die Aufregung groß. Die Menschenrechtsorganisation Safeguard Defenders mit Sitz in Madrid hat in einem Report erklärt, Beweise für derartige Praktiken gefunden zu haben. In Einzelfällen seien Chinesen auch unter Druck in ihr Heimatland zurückbefördert worden.

Bei der Quästur in Bozen will man den Hinweisen der spanischen Nicht-Regierungs-Organisation nachgehen, man habe allerdings keine konkreten Anhaltspunkte, dass in Bozen eine derartige getarnte Polizeistation existiert.

Auch die chinesische Gemeinde in Bozen gibt sich überrascht. Wie die Zeitung Alto Adige berichtet, geben die Vertreter dort an, noch nie von solchen Polizeistationen gehört zu haben. Sie finden es auch unlogisch, da die chinesische Gemeinde in der Südtiroler Landeshauptstadt viel zu klein sei, um auf das Interesse der China-Behörden zu stoßen. In Bozen leben bekanntlich derzeit 1.221 Chinesen. Außerdem würden sie derartige Einrichtungen bei der italienischen Polizei melden.

Ding von der Vereinigung der chinesischen Geschäftsleute in Südtirol meint, dass derartigen Nachrichten von Freiheitsorganisationen in Tibet oder Hong-Kong gestreut würden.

Wie berichtet, hatten CNN und die britische Zeitung “Guardian” von elf angeblichen chinesischen Polizeistationen berichtet, darunter einer in Bozen.

Bekannt ist dagegen, dass es italienweit vier Polizeistationen gibt, in denen italienische und chinesische Polizisten gemeinsam Dienst tun. Das ist auch in einem Abkommen so geregelt. Sie befinden sich in Rom, Mailand, Florenz und Prato. In diesen vier Städten leben besonders viele Bürger chinesischer Herkunft. Italienische Ordnungshüter fahren im Rahmen dieses Abkommens auch nach China, um dort Polizeiarbeit zu leisten.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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Eisenhauer
Eisenhauer
Grünschnabel
2 Monate 2 Tage

Was sollen wir jetzt glauben? Stimmt die Behauptung oder sind das Verschwörungstheorien? Wäre interessant zu wissen wie es wirklich läuft, oder was wir glauben sollen was der Wahrheit entspicht.

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 2 Tage

Verschwörungstheorien? Sorry, erstens damit hat es nichts zu tun und zweitens, egal ob das hier jetzt wahr ist oder nicht, China infiltriert jeden Staat, ob personell oder Digital. Das ist seit langem bekannt!

Zussra
Zussra
Tratscher
2 Monate 1 Tag

@Eisenhauer Wenne a chinesischis Smartphone hosch, wersch schun automatisch übowocht, obe wilsch öddo net!

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 1 Tag

@Zussra Auch das ist ein Trugschluss! USA hat bewiesen, dass KEIN Handy vor Spionage sicher ist und zweitens, wer kann, der hat Sicherheit. Also wirf weg dein Handy, was auch immer du hast!

SilviaG
SilviaG
Universalgelehrter
2 Monate 22 h

@Eisenhauer
Was wir jetzt glauben sollen?
Also ich weiß schon, was ich glaube und du kannst es dir ja von den Medien vorsagen lassen. Da überlegen sicher einige für dich mit was du glauben sollst

Hustinettenbaer
2 Monate 13 h

@Eisenhauer
Wenn über türkische, iranische… Spitzel- und Bedrohungs-“Polizeistationen” berichtet würde, würdest Du das auch als Verschwörungstheorien bezeichnen ?

https://www.deutschlandfunk.de/tuerkische-spitzel-in-deutschland-die-deutschen-100.html

Savonarola
2 Monate 1 Tag

Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ausschlaggebend sind immer die Beweise.

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 1 Tag

Da hab ich dich zu anderen Berichten ganz anders rum gelesen!

Savonarola
2 Monate 1 Tag

@N. G.

ich bin durchaus in der Lage, meine Äusserungen entweder in Form von Meinungen oder aber in Form der Darlegung von Fakten zu artikulieren. Es obliegt jedoch dem Leser zu erkennen, ob es sich um ersteres oder letzteres handelt; der Leser muss dabei die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass er unter Umständen über weniger Hintergrundwissen als der Schreiber verfügt und darf daher jeglichen Post nicht von vorn herein und oberflächlich als Unsinn abtun.

Staenkerer
2 Monate 1 Tag

mir megn lei still sein denn seit de lockdowns hot man mitgekrieg wie schnell viele zum spitzl mutiern, sich zur überwochungs”polizei” aufzuschwingen und nochborn und freunde zu verpfeifn….

Pasta Madre
Pasta Madre
Tratscher
1 Monat 30 Tage

@Staenkerer 👏👏👏

Genau so ist es👍

Robertus69
Robertus69
Neuling
2 Monate 2 Tage

Logisch läugnet das china

Laempel
Laempel
Superredner
2 Monate 2 Tage

Ein Sturm im Wasserglas, oder doch alles meisterhaft getarnt, sodass (noch) nicht aufscheint oder aufscheinen darf, was ist? Die größten Gefahren kommen meist unerkannt und auf leisen Sohlen daher, schlagen dann aber gnadenlos und unausweichbar zu. Oft lässt sich der Mensch jedoch auch selbst von gut getarnten Gefahren so lange einlullen, bis es zu spät ist.

Paladin
Paladin
Superredner
2 Monate 2 Tage

Also bei allem guten Glauben, aber es wäre schön, wenn die Behörden sich hierzu einmal äußern, bzw. Ermittlungen anstellen würden. Wenn ich wissen will ob die Mafia kriminelle Strukturen unterhält frage ich sicherlich auch nicht den Don ob das stimmt. 

fdorsh
fdorsh
Neuling
2 Monate 14 h

„Ding von der Vereinigung der chinesischen Geschäftsleute in Südtirol meint, dass derartigen Nachrichten von Freiheitsorganisationen in Tibet oder Hong-Kong gestreut würden.“

*rofl
AMEN.

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Tratscher
2 Monate 4 h

Gute Idee !
Man Frägt einen Mafiaboss, ob er bei der Mafia sei.
Wenn dieser nein sagt, ist alles ok und gelöst.
So braucht man sich die Finger nicht schmutzig machen und kann wieder Einheimische auf der Strasse drangsalieren.

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