Der Vorfall ereignete sich im Bereich des Tiergartens

CSD: Mutmaßlich islamistischer Verdächtiger identifiziert

Sonntag, 26. Juli 2026 | 02:53 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters

Nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin hat die Polizei nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert. “Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet”, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Am Rande des CSD hatte ein Fahrzeuglenker mindestens eine Person getötet. 16 weitere Menschen, darunter drei lebensbedrohlich und acht Schwerverletzte, werden laut Feuerwehr wegen Verletzungen behandelt.

Der Vorfall ereignete sich im Bereich des Tiergartens. Der CSD wurde daraufhin abgebrochen. Die Hintergründe der Tat sind Polizeiangaben zufolge noch unklar. Deutschlands Kanzler Friedrich Merz und Berlins Bürgermeister Kai Wegner verurteilten die Tat. Wegner sah einen Angriff auf “unsere freie und weltoffene Gesellschaft”.

“Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen”, sagte Polizeisprecher Florian Nath in einem auf X veröffentlichten Beitrag. Nach Polizeiangaben gibt es unterschiedliche Aussagen dazu, ob es ein oder mehrere Täter gibt.

Die Polizei prüft nach eigenen Angaben, ob auch eine Stichwaffe eingesetzt wurde. “Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat”, sagte Nath. Die “Bild” berichtete, eine Person mit einem Messer habe das Fahrzeug verlassen, die “B.Z.” schrieb von einer Machete.

Hunderttausende auf der Straße

Hunderttausende Menschen feierten in der Hauptstadt den CSD. Mit ihrer Demonstration wollten die Veranstalter ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt setzen. Samstagabend trat unter anderem Sarah Connor bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor auf. Mit einer Regenbogenflagge um die Schultern spielte sie rund eine halbe Stunde lang ihre Songs.

Gegen 22.00 Uhr wurde das Fest dann abrupt abgebrochen. Nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort wurden die Besucher auf der Ostseite des Brandenburger Tors zunächst nicht über die Lage informiert. Viele verfolgten das Geschehen und die Nachrichten allerdings auf dem Handy. Der Bereich direkt am Brandenburger Tor war abgesperrt.

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