Von: mk
Bozen – Einen Fünffachen Grund zur Freude gibt es im Dachverband für Soziales und Gesundheit: Gleich fünf neue Mitgliedsorganisationen haben sich dem Netzwerk angeschlossen und erweitern damit die gemeinsame Gestaltungskraft. Mit dem KVW – Katholischer Verband der Werktätigen ist zudem nun auch der größte Südtiroler Verband Mitglied geworden. Insgesamt vereint der Dachverband damit nun 70 Mitgliedsorganisationen, die gemeinsam für ein solidarisches und inklusives Südtirol arbeiten.
Der Dachverband für Soziales und Gesundheit startet mit Schwung ins neue Jahr: „Gleich fünf neue Mitgliedsorganisationen schließen sich unserem Netzwerk an und erweitern damit unsere gemeinsame Wirkungskraft“, freut sich Dachverband-Präsident Wolfgang Obwexer. „Mit dem KVW – Katholischer Verband der Werktätigen, sowie den Vereinigungen Hands, Frauen helfen Frauen Bozen, der Sozialgenossenschaft EOS und der FABE Familienberatung begrüßen wir starke Partner, die unsere Vielfalt bereichern und unsere Stimme in der Gesellschaft noch deutlicher hörbar machen.“
Den KVW (Katholischer Verband der Werktätigen) muss man nicht groß vorstellen. Er gehört zu den größten und traditionsreichsten Verbänden in Südtirol, mit einer breiten Palette an Diensten und Tätigkeiten für die Bevölkerung und präsent in jeder Ortschaft in Südtirol. Nach einer bereits jahrelangen guten Zusammenarbeit ist der KVW nun auch Mitglied im Dachverband geworden.
Auch mit dem Verein Ehe- und Erziehungsberatung Südtirol hat der Dachverband schon viele Jahre gut zusammengearbeitet und nun wurde dies durch eine Mitgliedschaft formalisiert. Als Trägerverein der fabe-Familienberatungsstellen in Bozen, Meran, Bruneck, Schlanders und St. Ulrich bietet der Verein Familien Unterstützung bei vielerlei Schwierigkeiten oder Veränderungen im Leben.
Aufgenommen wurde auch der Verein HANDS, der 1982 aus einer Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige entstanden ist und sich zu einem der größten professionellen Träger im Bereich der Suchtarbeit in Südtirol entwickelt hat. Heute bietet HANDS vielfältige Angebote für Menschen mit Suchtproblemen, etwa Alkohol, Drogen, Medikamente, Glücksspiel sowie den neuen digitalen Abhängigkeiten.
Pionierarbeit geleistet hat auch der 1986 entstandene Verein Frauen helfen Frauen. Es war die erste Südtiroler Anlaufstelle für Frauen und Mädchen in Krisensituationen. Frauen, die Hilfe und Beratung oder einfach nur ein Gespräch suchen, finden unbürokratische und kostenlose Unterstützung und Beratung etwa bei Lebenskrisen, Partnerschaftsproblemen oder familiären Konflikten.
Die Probleme junger Menschen sind hingegen Schwerpunkt der Arbeit von EOS. Die Sozialgenossenschaft EOS hat sich auf die Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in schwierigen Lebenssituationen spezialisiert und bietet seit 1985 betreutes Wohnen, Jugendberufshilfe, Familienarbeit, Fachambulanzen und therapeutische Wohngemeinschaften. Die bekanntesten Angebote sind die Villa Sommer in Leifers und Villa Winter in Bruneck.
„Mit dem Beitritt dieser fünf Organisationen wächst nicht nur unsere Zahl, sondern vor allem unsere Gestaltungskraft: mehr Expertise, mehr Perspektiven, mehr Engagement für ein solidarisches, gerechtes und lebendiges Südtirol“, betont Obwexer. „Wir arbeiten an gemeinsamen Projekten, etwa einem Kollektivvertrag für den Dritten Sektor oder ESF-finanzierten Initiativen. Gerade kleinere Organisationen werden davon profitieren, denn alleine können sie solche Projekte nicht stemmen. Auch die Unterstützung bei der Verwaltung wird immer wichtiger. Viele sind mit gesetzlichen Anforderungen und Bürokratie überfordert – hier können wir helfen.“ Neben der Mitgliederentwicklung setzt der Dachverband im neuen Jahr zwei große strategische Schwerpunkte: den Aufbau des Südtiroler Armutsnetzwerks, das soziale Akteure enger vernetzen und Armut in all ihren Facetten sichtbarer und bekämpfbarer machen soll, sowie das Haus für Soziales und Gesundheit, das in Bozen in Bahnhofsnähe entsteht. Dieses wird künftig ein Ort der Zusammenarbeit, der Beratung und der Innovation für den gesamten Sozial- und Gesundheitsbereich sein.
Dachverband für Soziales und Gesundheit
1993 ist der Dachverband für Soziales und Gesundheit gegründet worden. Zunächst waren es vor allem Organisationen für und von Menschen mit Behinderungen, die den Dachverband aufbauten und prägten, doch schnell kamen weitere hinzu. Heute vereint er 70 Sozial- und Gesundheitsverbände und betreut die rund 200 Selbsthilfegruppen in Südtirol. Als Dachorganisation vertritt der Dachverband die Interessen der Mitglieder, koordiniert die Zusammenarbeit und übernimmt Dienstleistungen und Entlastungsangebote.




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