Vinschger Bahn: Unglück jährt sich zum elften Mal

Die Opfer bleiben unvergessen

Sonntag, 11. April 2021 | 11:35 Uhr

Latschander – Neun Menschen sind am 12. April 2010 an der Latschander bei einem Murenabgang auf die Vinschger Bahn ums Leben gekommen. Sie bleiben unvergessen. Zum Jahrtag gibt es um 9.00 Uhr eine Schweigeminute.

Es war der 12. April 2010 um 9.00 Uhr morgens – ein Montagmorgen -, als ein Zug der Vinschger Bahn im Bereich der Latschander zwischen Kastelbell und Latsch während der Fahrt von einer Schlammmure erfasst wurde. Neun Menschen starben, 28 Menschen wurden verletzt. Ihr Schicksal und jenes der hinterbliebenen Familien bleiben untrennbar mit diesem Tag und diesem Ort verbunden.

Heute, elf Jahre später, sind die Opfer nach wie vor unvergessen. Um ihrer zu gedenken, wird am Jahrestag des Unglücks jener Zug, der um 9.00 Uhr die Unglücksstelle an der Latschander passiert, seine Fahrt verlangsamen. Es werden zwei akustische Signale zu hören sein.

“Seit dem furchtbaren Unglück im Vinschgau sind elf Jahre vergangen. Unsere Gedanken sind gerade heute, am Jahrestag des Unglückes, bei den Verunglückten und unser Mitgefühl gilt den hinterbliebenen Familien und Freunden”, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider im Namen der Landesregierung. Alfreider ruft dazu auf, am Jahrestag des Unglücks kurz innezuhalten, um das Andenken der Opfer des Vinschger Bahnunglückes zu ehren.

Von: mk

Bezirk: Vinschgau

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3 Kommentare auf "Die Opfer bleiben unvergessen"


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Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
29 Tage 11 h
Hallo nach Südtirol, da ist Undenkbares geschehen, selbst fahre ich oft genug an der Stelle vorbei, nur wer es weiss sieht noch die Landschaftsnarbe. Ein Unglück was nur passieren konnte weil mehrere Faktoren mit der Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinns zusammengekommen sind. In der Folge wurden Gesetze erlassen um Bewässerungsanlagen noch strenger und engmaschiger auf Defekte und Schwächen zu kontrollieren. Am Ende bleibt aber nur Hilflosigkeit wenn in einer Sekunde alles an Missgeschick und Unglück zusammenkommt. Es wird in Südtirol nicht an Fürbitten,Gebeten und Kerzen gemangelt haben, das ist mir gewiss. Aber die gleichen zum Gebet gefalteten, kerzenanzündenden Hände haben anderntags auch… Weiterlesen »
Faktenchecker
27 Tage 9 h

Oft genug?
Einmal ist schon zu viel.

Faktenchecker
27 Tage 9 h

Wenn sich das jetzt wiederholen würde, wären die Intensivbetten belegt.

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