Neue Sendetechnik DVB-T2 in HD-Qualität

Digital-TV der zweiten Generation: Umstellungen ab Ende Oktober

Montag, 12. Oktober 2020 | 16:43 Uhr

Bozen – An den grenznahen Senderstandorten Obervinschgau/Montoni, Sulden, Trafoi, Mals, Matsch, Planeil, Graun, Rosskopf/Sterzing, Gossensaß, Brenner, Kronplatz, Innichen, Prags und Winnebach wechselt die Rundfunk-Anstalt Südtirol RAS vom 20. bis 22. Oktober von Kanal 51 auf Kanal 21. Der Fernsehstandard DVB-T wird beibehalten. In den betroffenen Empfangsgebieten müssen die Zuschauerinnen und Zuschauer einen neuen Sendersuchlauf durchführen, weil die Fernsehkanäle 50 und 53 freigemacht werden.

Die Maßnahme ist einer der nächste Schritte zur Umstellung des Fernsehprogramms in Südtirol auf den neuen Standard DVB-T2 mit der Kodierung HEVC. Die Umstellung ist im Zuge der Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G notwendig. Dafür müssen bis 2022 europaweit Frequenzen freigegeben werden. Ein Teil davon wird derzeit noch für die terrestrische Fernsehübertragung genutzt. Damit alle Fernsehprogramme am Ende über die verbliebenen Frequenzen ausgestrahlt werden können, wird der neue Fernsehstandard eingeführt.

Umstellung in drei Schritten

Das staatliche Ministerium für Wirtschaftsentwicklung hat für die Umstellung einen Zeitplan festgelegt. Die Umstellung erfolgt demnach in drei Schritten. Diese stellten heute RAS-Präsident Peter Silbernagl, Generaldirektor Georg Plattner und der technische Direktor Johann Silbernagl vor.

Vorgesehen ist, dass in einem Jahr, im Herbst 2021, dann sämtliche Fernsehkanäle laut der neuen Fernsehplanung umgestellt werden, damit die Kanäle 49 bis 60 für den Mobilfunk frei werden. Die RAS wird dann in ganz Südtirol die zugewiesenen Kanäle 21 und 34 in Betrieb nehmen und sämtliche Programme in hochauflösender HD-Qualität über DVB-T2 ausstrahlen. Der Simultanbetrieb in Standardqualität SD wird eingestellt. Die Empfangsgeräte müssen HD-tauglich sein und ein Sendersuchlauf ist erforderlich.

Mit Juli 2022 DVB-T2 in ganz Südtirol Standard

Zu guter Letzt sollen am 30. Juni 2022 sämtliche Fernsehprogramme auf den neuen Übertragungsstandard DVB-T2 mit der Kodierung HEVC-Main10 umgestellt sein. Ältere Fernsehgeräte müssen mit einem Decoder ausgestattet oder durch ein neues Gerät ersetzt werden.

Mit dieser Umstellung müssen sämtliche Fernsehbetreiber ihre Sendegeräte erneuern. Die RAS muss die derzeit 456 betriebenen Fernsehsendegeräte mit einem Kostenaufwand von rund 2,5 Millionen Euro umstellen beziehungsweise erneuern.

Tauglichkeit bereits jetzt prüfen

Zuschauer und Zuschauerinnen können schon jetzt überprüfen, ob ihr Fernsehgerät den neuen Standard DVB-T2 mit HEVC-Main10 empfängt. Das Testsignal sendet die Rai auf dem (vorprogrammierten) LCN-Kanal 100. Wenn dort ein Text “Test HEVC Main 10” auf weißem Hintergrund angezeigt wird, ist das Fernsehgerät bereits für den neuen Standard geeignet.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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13 Kommentare auf "Digital-TV der zweiten Generation: Umstellungen ab Ende Oktober"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Savonarola
19 Tage 3 h

Fein, da können wir uns auf fette Weihnachtsgeschäfte und riesige Berge aus Elektronikmüll freuen.

Neumi
Neumi
Kinig
18 Tage 15 h

Nur, wenn die meisten von uns die Technik nicht eh schon haben. Nur Uralt-Geräte werden noch ohne verkauft.
Die gleiche Diskussion hatten wir schon bei der Ankündigung vor einem Jahr und da war die Technik im Rest von Europa ebenfalls schon sozusagen ein alter Hut.

Außrdem ist das Unsinn. Die alten Geräte können weiterverwendet werden. Wer so ein Relikt noch hat, kann aufrüsten per Decoder für 40€, legt man noch eine Zehner drauf, kriegt man DVB-T2 und DVB-S2 in einem.

Storch24
Storch24
Universalgelehrter
19 Tage 3 h

Ja so wird es uns verkauft,
Es kommt das 5 g Mobilfunk. Es wurden ihnen Frequenzen zugewiesen, die zur Zeit das Fernsehen benützt . Das Fernseher bekommt neue Frequenzenzen. Neuer Standort HD. Alte Fernseher werden nicht mehr funktionieren. Und das alles wegen 5 G

Neumi
Neumi
Kinig
18 Tage 15 h

Das ist Quatsch, DVB-T2 gibt’s seit 2008, die Frequenzen wurden schon damals oder kurz danach festgelegt. 5g hingegen ist seit 2018 definiert.

Buffalo
Buffalo
Grünschnabel
19 Tage 1 h

Zahlen uns dann die Betreiber der 5G-Netze die neuen Fernseher ?

sophie
sophie
Superredner
19 Tage 2 h

Jaja die Elektrogeschäfte müssen ja Umsatz machen, und unser Gehalt seit vielen vielen Jahren immer ser selbe. Wen wunderts moch warum voele Geschäfte meistens nur ein ober zwei Kunden drinnen haben ???,

Neumi
Neumi
Kinig
18 Tage 15 h

Wer glaubt, dass sein dampfbetriebener Fernseher DVB-T2 oder DVB-S2 nicht beherrscht, hier ist eine Empfehlung, um ihn weiterverwenden zu können, damit sollte man dann erst mal Ruhe haben (bis DVB-T2 bei uns angekommen ist, sind 12 Jahre vergangen und einen Nachfolgestandard gibt’s noch nicht).
Es gibt noch billigere Modelle, aber ich denke, mit dem fährt man nicht schlecht.

https://www.amazon.it/gp/product/B076XSHJ1T/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
18 Tage 14 h

@Neumi..👍 da nach Einschätzung eines/r SN ExpertenIn Südtirol weltweit führend in Energieeffizienz und Umwelt(bau)Standards ist, wird auch die Umstellung von “dampfbetriebenen” auf elektrische 🖥 problemlos funktionieren

Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
18 Tage 13 h

Warum ein griechisches Gerät?

Neumi
Neumi
Kinig
18 Tage 12 h

@ Faktenchecker warum nicht?
Es funktioniert und ist erschwinglich.

Neumi
Neumi
Kinig
18 Tage 11 h

Ehrlich gesagt, hab ich nicht darauf geachtet, ob es griechisch ist oder nicht.

clarissa
clarissa
Grünschnabel
19 Tage 36 Min

Nocha kimpt es decht ba do Hintotier

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
18 Tage 15 h

 Ältere Fernsehgeräte müssen nicht mit  einem Decoder ausgestattet oder durch ein neues Gerät ersetzt werden, sie können auch nur entsorgt werden und abgemeldet werden .

es ist seit februar ,dass nur mehr über covid gesprochen werd ,
do brauchts kein fernseher mehr  wenn sie nur mehr immer das gleiche bringen. i konn des nimma hearn

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