Von: luk
Brixen – Die Stadtpolizei von Brixen hat im Jahr 2025 insgesamt 5.365 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung festgestellt. Das entspricht einem Rückgang von 44,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als noch 9.634 Vergehen registriert wurden. 2023 waren es sogar 13.313. Der Anteil der Einsprüche blieb mit 0,8 Prozent weiterhin sehr gering.
Als Hauptgrund für den deutlichen Rückgang nennt die Kommandantin der Stadtpolizei, Jessica Ruffinatto, im Gespräch mit der Zeitung Alto Adige ministerielle Vorgaben: Seit Mitte 2024 dürfen bekanntlich keine Autovelox-Geschwindigkeitsmessgeräte mehr eingesetzt werden. Weniger Strafen bedeuteten jedoch nicht weniger Kontrollen, betont Ruffinatto. Trotz vieler Einsätze in anderen Aufgabenbereichen habe die Polizei ihre Präsenz im Straßenraum sogar verstärkt.
Im Fokus stand dabei vor allem die Verkehrssicherheit. So wurden im Laufe des Jahres 44 einwöchige Verkehrserhebungen zu Fahrzeugaufkommen und Durchschnittsgeschwindigkeiten in sensiblen Bereichen durchgeführt. Zusätzlich setzte die Stadt auf bauliche Maßnahmen wie Bodenschwellen, Fahrbahnverengungen und neue Schutzwege, um überhöhte Geschwindigkeiten zu reduzieren.
Zu den häufigsten geahndeten Verstößen zählten Geschwindigkeitsüberschreitungen, Falschparken, die Nutzung des Mobiltelefons am Steuer sowie fehlende Fahrzeugüberprüfungen oder Versicherungen. Eine detaillierte Auswertung der Daten soll noch folgen.
Weitere Kennzahlen zur Tätigkeit der Stadtpolizei Brixen im Jahr 2025: 42 aufgenommene Verkehrsunfälle, 5.840 Kontrollen, 2.190 koordinierte Einsätze und insgesamt 33.441 geleistete Dienststunden. Im Umweltbereich wurden 109 Anzeigen wegen unsachgemäßer Müllentsorgung erstattet.
Die Zahlen wurden anlässlich der Feier zum Patronatstag des heiligen Sebastian vorgestellt. Bürgermeister Andreas Jungmann und Stadtrat Thomas Schraffl nutzten die Gelegenheit, um den Polizistinnen und Polizisten für ihren täglichen Einsatz für Sicherheit und geordnetes Zusammenleben zu danken.
Der Stadtpolizei Brixen gehören derzeit 21 Beamtinnen und Beamte, ein Hilfsbeamter, neun Verwaltungsmitarbeitende sowie zwei Bedienstete für den Parkplatzbereich an. Das Aufgabenspektrum reicht von Verkehrs- und Baustellenkontrollen über Umwelt- und Abfallüberwachung bis hin zur städtischen Sicherheitsarbeit.




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