Von: apa
2025 sind laut EU-Kommission um drei Prozent weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen als im Jahr davor. Laut am Dienstag in Brüssel veröffentlichten vorläufigen Zahlen kamen in der gesamten EU rund 19.400 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, in Österreich 397. Die Alpenrepublik lag mit 13 Prozent mehr Toten deutlich über dem Durchschnitt. Das EU-Ziel ist eine Halbierung der Zahl der Verkehrstoten bis 2030.
Die drei Prozent bedeuten, dass 580 Menschen weniger ums Leben kamen. Angesichts der Zunahme des Fahrzeugbestands und der gefahrenen Kilometer sei dies ein bedeutender Erfolg, so die Kommission in einer Aussendung. 2018 setzte sich die EU das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 um 50 Prozent zu senken und bis 2050 die Zahl der Verkehrstoten auf null zu reduzieren (“Vision Zero”). Die vorläufigen Daten zeigten jedoch auch die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen auf allen Ebenen, da die meisten Mitgliedstaaten dies derzeit nicht erreichen dürften.
Trotz des Anstiegs um 13 Prozent bedeutet die Zahl 397 für Österreich langfristig die fünftniedrigste Opferzahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Innenministerium im Jahr 1950. Nur in den Jahren 2020 bis 2022 und 2024 lag die Zahl ebenfalls unter 400 und noch weniger Menschen kamen ums Leben, heißt es auf der Seite des BMI.
Stärkste Rückgänge in Estland und Griechenland
Die Fortschritte bei der Verkehrssicherheit variieren stark von Land zu Land. Zwischen 2024 und 2025 gab es in Estland (minus 38 Prozent) und Griechenland (minus 22 Prozent) laut vorläufiger Statistik die stärksten Rückgänge. Malta (plus 75 Prozent), Slowenien (plus 37 Prozent) und Norwegen (plus 28 Prozent) verzeichneten die größten Anstiege im Jahresvergleich. Auf Grundlage der vorläufigen Daten sind Belgien, Bulgarien, Dänemark, Polen und Rumänien derzeit auf Kurs, das Ziel einer 50-prozentigen Reduzierung der Verkehrstoten bis 2030 zu erreichen.
Die sichersten Straßen verzeichneten erneut Schweden (20 Todesfälle pro Million Einwohner) und Dänemark (23/Million), während erneut Rumänien (68/Million) und Bulgarien (71/Million) 2025 die höchsten Raten meldeten. In Österreich waren es mit 43 Todesfällen pro einer Million um fünf mehr als 2024 mit 38. EU-weit kommen mit 77 Prozent deutlich mehr Männer als Frauen (23 Prozent aller Opfer) im Verkehr ums Leben.
Pkw-Fahrer und -Beifahrer stellten im Vorjahr knapp die Hälfte aller Verkehrstoten, während Nutzer motorisierter Zweiräder (Motorräder und Mopeds) und Fußgänger je rund ein Fünftel und Radfahrer neun Prozent ausmachten. Obwohl Geräte wie E-Scooter nur ein Prozent aller Fahrzeuge ausmachen, stieg die Zahl der von oder mit ihnen verursachten Todesfälle zwischen 2021 und 2024 auf 148 und damit deutlich an (Zahlen für 2025 hier noch nicht veröffentlicht).




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