Von: mk
Bozen – Die Polizei hat am vergangenen Wochenende auf Anordnung von Quästor Giuseppe Ferrari in Bozen verstärkt gezielte Kontrollen in verschiedenen Stadtteilen durchgeführt. Die Bilanz des Einsatzes: 151 identifizierte Personen, 28 kontrollierte Fahrzeuge, eine Festnahme nach einer wilden Verfolgungsjagd und mehrere Anzeigen.
Der dramatischste Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag im Don-Bosco-Viertel. Als sich Polizeibeamte einen Mann näherten, warf dieser eine Tasche weg und ergriff die Flucht. Wie sich später herausstellte, befanden sich Tasche rund 150 Gramm Haschisch sowie eine Präzisionswaage.
Um der Polizei zu entwischen, war der Mann kurzerhand in den Eisack gesprungen. Die Beamten mussten vollen Körpereinsatz zeigen und konnten den Flüchtigen nur mit Mühe aus dem Fluss ziehen. Der 20-jährige Tunesier wegen Drogenhandels, Widerstands gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung festgenommen und in das Gefängnis von Bozen überstellt. Zwei Polizisten erlitten bei den turbulenten Ereignissen Verletzungen. Ärzte rechnen mit einer Genesungsdauer von jeweils sieben Tagen.
Demolierte Autos
Am Sonntagabend wurde hingegen ein heftiger Streit im Don-Bosco-Viertel zwischen mehreren Personen. Zeugen berichteten von einem Mann, der mit einem Stock bewaffnet auf geparkte Autos einschlug. Die Polizisten, die unmittelbar eintrafen, konnten den Randalierer rasch stellen.
Es handelte sich um einen vorbestraften 41-jährigen Italiener, der sich offensichtlich in trunkenem Zustand befand und völlig verwirrt war. Er wurde wegen des illegalen Mitführens von waffenähnlichen Gegenständen, Sachbeschädigung und Beamtenbeleidigung auf freiem Fuß angezeigt.
Das Wochenende hielt die Polizei aber auch darüber hinaus in Atem. Zwei Männer mit Migrationshintergrund sowie eine Italienerin wurden angezeigt, weil sie gegen einen Platzverweis verstoßen hatten. Sie dürften das Bozner Stadtgebiet eigentlich nicht betreten.




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