Errungenschaften zu Patiententransport und Kommunikation im Gelände

Drohneneinsatz am Berg

Donnerstag, 26. März 2026 | 11:33 Uhr

Von: mk

Bozen – Wenn im unwegsamen Gelände ein Notfall passiert, zählt jede Minute. Drohnen können Rettungskräfte hier unterstützen: Sie helfen bei der raschen Lokalisierung von Personen, bringen Ausrüstung an schwer zugängliche Einsatzorte und entlasten Teams auf dem Weg durch schwieriges Terrain. Wie diese Potenziale sicher und praxistauglich genutzt werden können, stand im Zentrum der Abschlussveranstaltung des Interreg-Projekts START2 im NOI Techpark. Rund 70 Teilnehmende aus Forschung, Unternehmen und Einsatzorganisationen diskutierten die Projektergebnisse und die nächsten Schritte, um unbemannte Luftrettung in Bergregionen weiter voranzubringen.

„In Projekten wie START2 ist unsere Rolle als NOI, Unternehmen mit Forschungsinstituten und Anwendern – in diesem Fall den Bergrettungsorganisationen – zu vernetzen, damit Technologien schneller und effizienter aus der Entwicklung in die Anwendung kommen“, so Vincent Mauroit, Director of Innovation & Tech Transfer im NOI Techpark.

Bei der Abschlussveranstaltung wurden die zentralen Projektergebnisse vorgestellt – von Markt- und Technologieperspektiven bis hin zu Forschung rund um medizinische Evakuierungsszenarien und automatisierte Risikobewertung für die Flugplanung. Zu den präsentierten Fallbeispielen zählte eine Simulation zum Patiententransport mit einer Cargo-Drohne von FlyingBasket und eine neu entwickelte kabelgebundene Drohne von MAVTech, die auch in herausfordernder Topografie eine stabile Verbindung verfügbar machen soll.

Abschließend wurden konkrete Maßnahmen definiert, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Im Fokus stehen dabei vier Hebel: Die europäische Lieferkette soll gestärkt werden, um Know-how und Schlüsseltechnologien in Europa zu sichern. Parallel werden die im Projekt entstandenen Lösungen für sicheres Fliegen in extremen Umgebungen weiterentwickelt. Zudem sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Rettungsorganisationen künftig – wo sinnvoll – schrittweise auf (teil-)autonome Systeme für schnelle Notfallmaßnahmen zurückgreifen können. Nicht zuletzt sollen harmonisierte Vorschriften die Vereinfachung grenzüberschreitender Drohneneinsätze unterstützen.

Bezirk: Bozen

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