13-Jähriger überwältigt, Chiara Mocchi [57] überlebt nur knapp – VIDEO

Schockierend: Mittelschüler sticht auf seine Lehrerin ein

Donnerstag, 26. März 2026 | 08:10 Uhr

Von: ka

Trescore Balneario – Am Mittwochmorgen war eine Schule in Trescore Balneario bei Bergamo Schauplatz eines schockierenden Verbrechens.

Ein 13-jähriger Mittelschüler, der die dritte Klasse besucht, zog kurz vor Unterrichtsbeginn ein Messer und stach auf seine Französischlehrerin ein. Von mehreren Stichen getroffen, brach Chiara Mocchi (57) im Schulflur zusammen. Der Täter, der eine Hose in Tarnfarben und ein T-Shirt mit der Aufschrift „Vendetta” (Rache) trug, wurde von einem zufällig vorbeikommenden Lehrer und zwei Schuldienern überwältigt und bis zum Eintreffen der Carabinieri festgehalten.

Chiara Mocchi erlitt lebensgefährliche Verletzungen am Hals und verlor sehr viel Blut. Ihr Leben hing am seidenen Faden, doch sie konnte gerade noch rechtzeitig gerettet werden. „Die Lehrerin wurde durch eine Transfusion im Hubschrauber gerettet. Ich habe mit dem Krankenhaus gesprochen, sie ist außer Lebensgefahr“, berichtete der Gesundheitsassessor der Lombardei. Erschreckend ist, dass der Täter den Angriff filmte und dass sich in seiner Schultasche eine Schreckschusspistole befand. In seiner Wohnung stellten die Polizeibeamten zudem Material sicher, das zum Bombenbau geeignet ist.

ANSA/MICHELE MARAVIGLIA

Der Angriff ereignete sich am Mittwochmorgen gegen 7.45 Uhr am Schulzentrum „Leonardo da Vinci“ in Trescore Balneario in der Via Damiano Chiesa, in dem sich eine Grundschule und eine Mittelschule befinden. Ein Junge aus der Klasse 3A, der ein T-Shirt mit der Aufschrift „Vendetta“ und eine Camouflage-Hose trug, stürzte sich im Schulflur mit einem Messer in der Hand auf die 57-jährige Lehrerin Chiara Mocchi. In seiner Schultasche hatte er zudem eine Schreckschusspistole.

Die Französischlehrerin wurde am Hals und an anderen Körperstellen schwer verletzt und schwebt in Lebensgefahr. Ein Rettungshubschrauber des Rettungsdienstes 118 brachte sie ins Krankenhaus „Papa Giovanni XXIII“ von Bergamo, wo sie sofort operiert wurde. „Die Operation“, so heißt es aus dem Krankenhaus, „dauerte zwei Stunden. Die Patientin befindet sich auf der Intensivstation, ihr Zustand ist kritisch.“

Für das Überleben von Chiara Mocchi war eine Bluttransfusion, die sie noch im Hubschrauber erhielt, entscheidend. „Ich möchte betonen, wie entscheidend die lebensrettenden notfallmedizinischen Maßnahmen waren, die während des Transports ins Krankenhaus zum Einsatz kamen. Nach Eingang des Notrufs wurde der Rettungshubschrauber sofort entsandt. Die Technik ‚Blood on Board‘ wurde erfolgreich angewendet. Dieses Verfahren ermöglichte es, direkt an Bord des Hubschraubers mit einer Bluttransfusion zu beginnen und so die Vitalparameter der Frau noch vor der Ankunft in der Notaufnahme zu stabilisieren“, erklärt Guido Bertolaso, Assessor für Gesundheit und Soziales der Lombardei. Der Zustand der Französischlehrerin wird als „ernst“ bezeichnet, sie soll jedoch nicht mehr in Lebensgefahr schweben.

Das Tatmotiv ist noch ungeklärt. In einer Mitteilung betonten die Carabinieri dea Landeskommandandos von Bergamo, dass „kein terroristischer Hintergrund vorliegt“ und es sich um „eine isolierte Tat“ handle. Da der Schüler erst 13 Jahre alt ist, ist er nicht strafmündig. Die für die Provinz Bergamo zuständige Jugendstaatsanwaltschaft von Brescia wird in jedem Fall ein Verfahren einleiten, um den Vorfall aufzuklären.

Der 13-Jährige soll ein Smartphone um den Hals getragen haben, mit dem er den Angriff gefilmt haben soll. Laut Berichten von La Repubblica soll er die Bluttat als Live-Stream auf Telegram übertragen haben. Wie LaPresse unter Berufung auf Ermittlungsquellen berichtet, wurde in der Wohnung des Schülers Material gefunden, das mutmaßlich zur Herstellung von Sprengkörpern bestimmt war. Die Ermittlungen der Carabinieri dauern an.

Unter den Mitschülern und deren Eltern sitzt der Schock tief. „Wir haben durch eine Nachricht der Klassenvertreterin erfahren, was passiert ist. Ich bin sofort hergekommen, um zu sehen, wie es meiner Tochter geht“, erzählt die Mutter einer Zweitklässlerin vor der Schule. „Uns wurde gesagt, dass nur drei Schüler den Vorfall miterlebt haben.“

Die besorgten Eltern, die sich auf der Straße versammelt haben, beschreiben Chiara Mocchi als vorbildliche Lehrerin. Sie gehörte auch der Gewerkschaftsvertretung der CISL an. Die Sekretärin des Schulbereichs, Paola Manzullo, bezeichnet sie als „angesehene, seriöse und engagierte Fachkraft“. Der Unterricht an der Mittelschule wurde ausgesetzt und Psychologen wurden hinzugezogen, um den Schülern zu helfen, das Geschehene zu verarbeiten.

„Was sich am Schulzentrum von Trescore Balneario ereignet hat, ist ein Vorfall von erschütternder Schwere“, sagte Bildungsminister Giuseppe Valditara und brachte seine „tiefe Verbundenheit mit der Lehrerin, ihren Angehörigen und der Schule“ zum Ausdruck. Dieser Vorfall zeige, wie notwendig es sei, die neuen, strengen Vorschriften, die von der Regierung zur Bekämpfung der Jugendkriminalität und insbesondere der Verbreitung gefährlicher Gegenstände unter Jugendlichen ausgearbeitet wurden, rasch zu verabschieden. Laut dem Minister seien „notwendige Maßnahmen erforderlich, die diejenigen ergänzen, die wir bereits in den Schulen in Bezug auf Verhalten und Erziehung zum Respekt eingeleitet haben und die in Kürze gestartet werden, wie beispielsweise die psychologische Betreuung“.

„Es bedarf einer allgemeineren Auseinandersetzung mit Gewalt an Schulen, die auch mit der Nutzung sozialer Medien zusammenhängt“, fügte Giuseppe Valditara hinzu. In Italien wird wie in Australien über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche diskutiert. Australien ist das weltweit erste Land, das ein solches Verbot eingeführt hat. Es gilt für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren und ist im Dezember 2025 in Kraft getreten. Betroffen sind Plattformen wie Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook, YouTube, X, Reddit und Twitch. Die Verantwortung zur Altersüberprüfung liegt bei den Unternehmen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 28,5 Millionen Euro.

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