Von: mk
Sexten – Jannik Sinner gewinnt weiter – und bleibt trotzdem bodenständig. Mit seinem jüngsten Erfolg gegen den Australier Alexei Popyrin rückt der 24-Jährige bis auf einen Sieg an den Rekord von Novak Djokovic heran, der einst 31 Siege in Folge bei Masters-1000-Turnieren feierte. Während ganz Italien im Sinner-Fieber schwelgt, bleibt der Südtiroler fokussiert auf das Wesentliche: seine Familie und seine persönliche Entwicklung.
„Der Erfolg hat weder mich noch meine Familie verändert. Wir sind ganz normale Menschen“, betonte Sinner bei der Pressekonferenz nach dem Match gegen Popyrin. Er wundere sich immer wieder über diese Begeisterung, die ihm entgegenschlägt. Aber es gebe viele Spieler im italienischen Team und alle möchten Italien so weit wie möglich nach oben bringen, erklärte der Sextner laut Nachrichtenagentur Ansa.
Die Aufmerksamkeit, die ihm entgegenbracht wird, bezeichnete er „schön“, außerdem sei sie nicht unmittelbar auf einmal gekommen, sondern erst allmählich gewachsen. Der Hype um seine Person ist seit seinem Grand-Slam-Sieg in Australien spürbar gestiegen, doch Sinner lässt sich davon nicht beirren. Er handhabe die Aufmerksamkeit „ganz natürlich“, erklärt er weiter. Dabei zieht er jedoch klare Grenzen: „Ich versuche, meine Familie zu schützen, das ist das Wichtigste. Solange sich alles auf mich konzentriert, ist das kein Problem.“
Die statistische Nähe zu den Großen des Sports wie Roger Federer oder Novak Djokovic nimmt er zur Kenntnis, ohne sich mit ihnen vergleichen zu wollen. „Ich bin glücklich über meine aktuelle Position und die positive Phase, die ich durchlebe. Was Federer und Djokovic über 15 Jahre hinweg geleistet haben, ist unglaublich“, zollte er den Legenden Respekt.
Sein eigenes Ziel sei jedoch ein anderes: „Ich spiele Tennis nicht für Rekorde, sondern um mich selbst zu verbessern und Spaß zu haben. Ich schreibe meine eigene Geschichte.“




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