Kritik des Heimatpflegeverbandes

Drususkaserne Schlanders: “Vorgehensweise der Gemeinde ist inakzeptabel”

Donnerstag, 20. Oktober 2022 | 11:28 Uhr

Schlanders – Der Heimatpflegeverband Südtirol kritisiert die Nacht- und Nebelaktion der Gemeinde Schlanders in der Vinschger Drususkaserne und stellt sich hinter die Entscheidung des Landesdenkmalamtes, das Kasernenareal zeitweilig unter Schutz zu stellen.

In den frühen Morgenstunden des 5. Oktober waren auf dem Areal der Drususkaserne Schlanders Bagger aufgefahren und haben mit Abrissarbeiten an der Palazzina Comando und der Palazzina Misurata begonnen. “Die Beauftragung durch die Gemeinde Schlanders für die Arbeiten war nur wenige Stunden vorher erfolgt und zwar am Vorabend – und das obwohl eine zwischen Gemeinde und Landesdenkmalamt vereinbarte bauhistorische Prüfung noch ausstand”, so der Heimatpflegeverband.

Der Heimatpflegeverband kritisiert die Vorgehensweise der Gemeinde Schlanders aufs Schärfste und begrüßt die zeitweilige Unterschutzstellung des Areals durch das Landesdenkmalamt. „Die Aushebelung des Landesdenkmalamtes durch die Schaffung von
vollendeten Tatsachen darf nicht geduldet werden,“ so die Obfrau vom Heimatpflegeverband Südtirol Claudia Plaikner. „In einer ähnlichen Aktion war bereits 2005 das über 700 Jahre alte Gerichtsgebäude in Welsberg der Abrissbirne zum Opfer gefallen.

Derartige Vorgehensweisen zeugten von Respektlosigkeit gegenüber unseren Institutionen, seien Ausdruck schlechter politischer Praxis und dürften nicht Schule machen.“ Für Schlanders hofft der Heimatpflegeverband, dass das im Zukunftsbuch „Schlanders 2020“ angekündigte „Urban Village – Kaserne“ nicht einem überdimensioniertem Wohnbauprojekt weichen muss und dass der Diskurs für eine ganzheitliche Lösung im Einklang mit denkmalpflegerischen Ansprüchen und den Bedürfnissen der Bevölkerung wieder
aufgenommen wird. „Die heutigen Gemeindeverwalter wollten den Schlandersern mit dem ‘Urban Village’ ein zukunftsträchtiges urbanistischen Projekt hinterlassen und laufen nun Gefahr als ‘Urban Villains’ in die Geschichte einzugehen, die die Zukunft der Gemeinde in einer Hauruck-Aktion verbaut haben,“ so Plaikner.

Von: luk

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

21 Kommentare auf "Drususkaserne Schlanders: “Vorgehensweise der Gemeinde ist inakzeptabel”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
algunder
algunder
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

a faschistentempel o zu reisn isch inakzeptabel???
wer oder wos hot denn enk gerittn????
erdbodn gleich mochn denn dreck
und i kannt nou genua aufzehln wos zu beseitign war

Mac
Mac
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Also ich kann das ganze hier nicht verstehen, soll die Gemeinde etwa diese baufälligen Paläste stehen lassen? dann hätten sie ja auch beim Staat bleiben können, also liebe möchtegern diese Anlage gehört den Schlandersern und die Gemeinde hat zu entscheiden was damit geschieht! Basta!!!

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

die Gemeinde steht aber nicht uber dem Gesetz oder darf ich auch bauen wo es mir gefällt ohne Projekt ohne Genehmigung usw.? sehr wahrscheinlich nicht und dann soll das auch für jede Gemeinde gelten

PhilGrill
PhilGrill
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Der Succus der ganzen Sache ist ja, dass die Gemeinde nach Gesetz handeln soll. wo kommen wir da hin wenn jeder Bürgermeister tun kann was er will. Es geht hier nicht um ein Faschistengebäude das auch aus meiner Sicht weg kann, sondern um den Grundsatz. Hart strafen… wird aber leider nicht passieren außer die Melonia mischt sich ein,,😬

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 7 Tage

…zum Glück haben wir einen Heimatpflegeverband…ohne den Faschistentempel Caserma Druso hätte mir in meiner Heimat ein wichtiger Bezugspunkt gefehlt…
🤪

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Wo sind wir gelandet? Der Heimatpflegeverein (leider auch das Landesdenkmalamt) der eine Kaserne aus der Faschistenzeit erhalten will? Gehts noch? Was ist an dieser Kaserne so einmalig. Jedesmal, wenn ich die sehe, denke ich mir, warum bleibt so etwas stehen? Wir brauchen Baugrund für Wohnraum, wollen die Umwelt weniger belasten und nutzen solche Areale dann nicht? Komplett absurd!

Plusminus
Plusminus
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Das ist einfach nur lächerlich, alles aus der Faschingszeit soll abgerissen werden, aber eine alte Kasere soll für ein paar Kinder und verkiffte Jugendliche zu Lasten der Südtiroler Steuerzahler erhalten werden 🙈🙈🙈🙈

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@Plusminus….welche Bauwerke aus der “Faschings🥳zeit” meinst Du konkret ??

HausVrstond
HausVrstond
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Meine Rede, dem ist nichts hinzuzufügen. Schön zu sehen dass es noch Menschen mit Hausverstand und Blick für die Zukunft gibt. Dieses steuerfressende Ungetüm gehört dem Erdboden gleich gemacht um Platz zu schaffen für urbanen Lebensraum. Historisch wertvoll ist hier rein gar nichts, das sollte auch/sogar die “Afroman“ Jugend einsehen!!

OrB
OrB
Kinig
1 Monat 7 Tage

Der Heimatpflegeverband schützt ein faschistisches Gebäude!
Krank oder?

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

um die Kaserne tut es mir nicht leid, aber die Vorgangsweise ist einfach nur dumm…politischer Selbstmord

Stryker
Stryker
Superredner
1 Monat 7 Tage

Der uanzige Fahler isch do lei das die Bagger zu longsom worn,und de Bude no net komplett ogrissn isch!

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@Styrker des muaß men an Toug vour Feragoschto mochn – zemm sein dia gonzn boazna Heinis und Heinissen im Urlaub und braucht a pour Toug zi reagiern. Bis se donn tscheggn isch dei Bude schun wek!

HausVrstond
HausVrstond
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

KING!!! der wor echt guat, haha 😉

ghostbiker
ghostbiker
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

is Siegesdenkmol kimmp nocho drun,weck mit dem Plunder

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Das da was ober faul ist, sollte eigentlich jedem klar sein. Niemand darf und kann um 4 Uhr in der Nacht los baggern und als Bürgermeister sollte man Vorbild von einhalten der Gesetze sein. 

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Selbstverständlich gehört dieses “😱Denkmal” des Faschismus weg ! Eine Wohnbebauung mit für Einheimische bezahlbaren !! Wohnungen (ob Kauf oder Miete) wäre dringend nötig. Keinesfalls sollte es zu Preisen wie in der Andreas-Hofer-Straße kommen. Jedoch ist das selbstherrliche Vorgehen der Gemeinde in Person von Herrn Bürgermeister Pinggera nicht akzeptabel und gehört zumindest hinterfragt…..

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Wohnraum ja, aber keine Bausünden
https://youtu.be/zYQoswDOLBQ

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Ingalin müssen demokratisch gewählte Institutionen auch tun können, was sie für richtig halten. Ein Denkmalamt sollte sich a svegliata geben und Tatsachen schaffen, wo es meint, etwas schützenswertes schützen zu müssen. Erst dann kommen, sobald eine Gemeinde Nägel mit Köpfen macht, finde ich kindisch und unprofessionell. Und jetzt springen dann die notorischen Trittbrettfahrer aufs Trittbrett und teufeln schön mit. Bravo, polli!

montechristo
montechristo
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Wer zahlt denn den ganzen Käse der Denkmalpfleger. Das ist absolut inakzeptabel dass wir mit unserem Steuergeld eine verfallene Kaserne erhalten sollen während ein Großteil der Bevölkerung die Strom- und Gasrechnung micht zahlen kann. Man muss endlich mal Prioritäten setzen. Abreissen und FERTIG!!!

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 6 Tage

Leider ist Abreißen auch nicht gratis, kostet dem Steuerzahler Unmengen, vielleicht ist die Bausubstanz gut und Baumaterialien sind gerade jetzt astronomisch teuer, warum kann man nicht energetische Sanierungen/Umgestaltungen durchführen… auch viele 40/50 Jahre alte Gebäude werden abgerissen, ist das nicht übertrieben, z.B. in Österreich werden die “Gemeindebauten” sprich Wohngebäude aus den 60er Jahren saniert… sind die vielleicht dumm?

wpDiscuz