Tipps der VZS

Dubiose Haustür- und Telefongeschäfte: So kann man sich davor bewahren

Freitag, 21. August 2020 | 12:10 Uhr

Bozen – Der Sanitätsbetrieb warnte in den letzten Tagen vor Betrugsversuchen zu Lasten von Senioren und Seniorinnen, denen am Telefon „Lichttherapien“ angeboten wurden, die bei einem Hausbesuch getestet werden könnten. Dies ist nur der letzte einer Reihe von Versuchen, den Verbraucher zu Hause oder über das Telefon Verträge anzudrehen, deren Nutzen häufig ziemlich fraglich ist. Vielfach werden dabei vor allem alleinlebende oder ältere Menschen angesprochen, aber nicht nur.

Auch die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) vermeldete in den vergangenen Monaten – also mitten im Lockdown – Versuche von Vertragsabschlüssen, darunter die wohlbekannten “Gassicherheitssysteme”. “Doch die untransparenten Angebote machen offenbar keine Ferien, und auch in diesen Tagen gehen häufig Meldungen über dubbiose Vertragsvorschläge ein.”

Hier daher nocheinmal eine kurze Zusammenschau der wichtigsten Verbraucherrechte in Sachen Telefonabsatz und Haustürverkauf.

Zuallererst sei daran erinnert, dass man niemanden ins Haus lassen muss, auch keine Vertreter dieser oder jener Firma – und erst recht ist man nicht zum Kauf von Produkten verpflichtet, auch dann nicht, wenn gesagt wird, diese seien „per Gesetz vorgeschrieben“. Vor dem Hintergrund der andauernden Pandemie ist derzeit überhaupt davon abzuraten, Unbekannte ins Haus zu lassen. Wenn Sie Zweifel haben sollten, oder sich gar bedroht fühlen sollten, verständigen Sie die Ordnungshüter.

Eine Überlegung verdient hier auch der Preis der Produkte und Dienstleistungen: Wenn wir Zuhause ein Angebot vorgelegt bekommen, sind wir nicht in der Lage dieses mit jenen der anderen Anbieter zu vergleichen. In so einem Moment ja zu sagen heißt daher, alle anderen Angebote unbesehen unter den Tisch fallen zu lassen. Die Erfahrung zeigt, dass die an der Haustür verkauften Produkte häufig ein schlechteres Preis-Leistungsverhältnis aufweisen als die Konkurrenzprodukte.

Vorsicht ist auch dann geboten, wenn am Telefon persönliche oder gar sensible Daten abgefragt werden: Hier versucht der Gesprächspartner einen Vertrag abzuschließen (dies passiert häufig bei Telefondiensten oder Strom- und Gasverträgen). Viele Verbraucher fragen uns nach solchen Telefonaten, ob man am Telefon denn bindende Verträge abschließen kann? Die Antwort lautet ja, daher ist auch am Telefon Vorsicht geboten.

Ist ein Vertrag per Haustürgeschäft oder Fernabsatz zustande gekommen, können die Verbraucher innerhalb von 14 Kalender-Tagen ab Erhalt der Ware vom Vertrag zurücktreten (laut Art. 52 des Verbraucherschutzkodex GvD. 206/2005). Der Rücktritt muss schriftlich erfolgen (am besten per Einschreiben). Die Ware muss auf Kosten des Verbrauchers dem Unternehmen zurückgeschickt werden, gemäß den Angaben in den allgemeinen Vertragsbedingungen.

Bei der VZS gibt es Musterschreiben für den Rücktritt vom Vertrag, die auch per E-mail erhältlich sind: einfach eine Anfrage an info@verbraucherzentrale.it senden.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Dubiose Haustür- und Telefongeschäfte: So kann man sich davor bewahren"


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Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 5 Tage

Gerade gestern waren Staubsaugervertreter (die kommen jetzt im Doppelpack) bei mir. Dass es heutzutage so was überhaupt noch gibt … keine Ahnung, ob die echt waren, so lang hab ich nicht mit denen geredet.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 5 Tage

am besten wär Keiner kauft etwas.Dann hörts schon auf.Bei der Bettelei dasselbe.Die haben bei mir Alle keine Chance.

Tratscher
1 Monat 5 Tage

Wenn so ein Telefonkeiler fragt wie ich heiße, sage ich “Sod off”, Vorname Sod, Nachname off. Aber die meisten sind eh zu blöd.
Was auch gut geht :Dem Anrufer mitteilen dass in Sudtirol wie in Österreich Kälte Telefonakquisition verboten ist, dass die Einkommen Nummer bereits ruckverfolgt ist und das Anzeige folgt. Hilft immer.

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Ich hoffe und bete, dass heuer der Wintersport verboten wird.

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Jedem sollte bewusst sein wer gewisse Sachen von einen Haus zu Haus Angebot kauft, könnte am Ende noch wegen Hehlerei belangt werden. Denn man hat keine Gewissheit ob es sich nicht um gestohlene Waren handelt. Deswegen die Augen immer offen halten und sich nicht auf dubiose Geschäfte einlassen.

Anderrrr
Anderrrr
Superredner
1 Monat 4 Tage

Es werd olm wider sette obzocker gebn de besonders ältere leute abzocken man kon lei olm wider sogn vorSicht

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