Von: APA/dpa
Die Anzeichen für ein baldiges starkes Wetterphänomen El Niño werden stärker. Darauf deuten die rapide steigenden Temperaturen der Meeresoberfläche im äquatorialen Pazifik hin, berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) am Freitag in Genf. Die Auswirkungen könnten bereits ab Mai spürbar sein. Das Wetterphänomen sorgt für schwere Regenfälle in einigen Weltregionen, etwa in Teilen Afrikas oder in Südamerika, andererseits für Dürren, etwa in Australien oder Indonesien.
El-Niño-Ereignisse heizen zudem die globalen Temperaturen zusätzlich an. Dem bisher heißesten Jahr 2024 ging zum Beispiel ein El Niño voraus. Damals lag die globale Durchschnittstemperatur bei etwa 1,55 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Auch 2027 könne in einem Bereich über 1,5 Grad liegen, sagte der Leiter der WMO-Abteilung für Klimavorhersagen, Wilfran Moufouma Okia.
Bald bessere Vorhersage möglich
Die Berechnungsmodelle deuteten auf einen starken El Niño hin. Die Frühjahrsmonate seien allerdings traditionell kompliziert für Vorhersagen. Ab Mai gebe es mehr Stabilität, und dann könnten bessere Vorhersagen getroffen werden.
Das Wetterphänomen taucht alle zwei bis sieben Jahre natürlich auf. Es beginnt immer mit einer Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur. Die Bedingungen dauern meist zwischen neun bis zwölf Monaten.




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