Prostituierte belastet Max Leitner

„Er hat geschossen, um mich zu töten“

Montag, 20. September 2021 | 09:24 Uhr

Bozen – Nachdem in der Nacht auf Freitag Nacht Schüsse in der Bozner Industriezone gefallen sind, belastet die 37-jährige Prostituierte Max Leitner schwer. „Ich habe gesehen, wie er mit der Pistole auf mein Auto schoss. Ich glaube, er wollte mich töten“, erklärt die Frau laut einem Bericht der Tageszeitung Alto Adige.

Ob Leitner tatsächlich selbst geschossen hat, steht noch nicht definitiv fest. Derzeit läuft eine ballistische Untersuchung.

Wie berichtet, ist der 63-Jährige aus Elvas bei Brixen in der Nacht auf Freitag in der Bozner Industriezone festgenommen worden. Zuvor waren auf das Auto der Prostituierten zwei Kugeln abgefeuert worden.

Die Prostituierte, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht in ihrem Smart befand, hat angegeben, dass aus einem grauen SUV heraus geschossen worden sei. Die Kugeln hatten ihre Autotür getroffen.

Rund zwei Stunden nach dem Vorfall wurde unweit des Tatorts ein grauer SUV mit zwei Männern angehalten. Die Exekutivbeamten schöpften gleich Verdacht. Nachdem sich beide Männer nicht kooperativ gezeigt hatten, wurden sie verhaftet und in dem Auto die Waffen gefunden. Leitner soll bei der Festnahme Widerstand geleistet haben. Ein Polizist wurde leicht verletzt.

In dem Auto, mit dem Leitner gemeinsam mit einem 59-jährigen Österreicher unterwegs war, wurden mehrere Waffen, eine Maske, ein Fernglas und eine falsche Polizeimütze gefunden und beschlagnahmt.

Mit ihrer Aussage belastet die Prostituierte den Ausbrecherkönig. Wie berichtet, muss er am heutigen Montag im Rahmen des Garantieverhörs vor den Ermittlungsrichter treten.

Der Ausbrecherkönig riskiert erneut eine Haftstrafe. Leitner saß 28 Jahre im Gefängnis und ist dafür bekannt, fünf Mal aus dem Gefängnis ausgebrochen zu sein. Seinen ersten Banküberfall verübte er im Alter von 18 Jahren. Er hat seit 1990 wegen diverser Überfälle insgesamt 26 Jahre seines Lebens hinter Gittern verbracht. Im September 2016 war Max Leitner für den Rest seiner Haftstrafe bis Juni 2019 in den Hausarrest nach Elvas in Brixen überstellt worden. Er hat stets betont, dass er niemals Gewalt gegen Personen angewandt und niemals einen Schuss abgegeben hat. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme war er ein freier Mann.

Wie die Prostituierte erklärt, hat ihre Fehde mit Leitner vor rund einem Jahr angefangen. Sie wirft dem 63-Jährigen Zuhälterei vor und behauptet, er habe eine Afrikanerin ausgebeutet. Leitner beanspruchte – immer laut der 37-Jährigen – die Siemensstraße als Revier für die Afrikanerin, die sich dort Freiern anbieten sollte. Doch die 37-Jährige habe sich nicht vertreiben lassen. Nach dem Vorfall sei sie von Leitner mehrmals bedroht und verbal angegriffen worden.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "„Er hat geschossen, um mich zu töten“"


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nemesis
nemesis
Grünschnabel
28 Tage 2 h

Wer eine Waffe auf etwas oder jemanden richtet, nimmt in Kauf, es zu zerstören/jemanden zu töten – sogar, wenn sie nicht geladen ist. Ein “nur mal so zum Spaß” gibt es bei Schusswaffen nicht. Ich habe kein Verständnis für die romantisch verklärte Bewunderung mancher Mitmenschen in Bezug auf diesen Verbrecher. Das ist er nämlich, und keine Möchtegern Halbstarken-Projektion von “erwachsenen” Peter Pans.

Olm weiter
Olm weiter
Grünschnabel
28 Tage 14 Min

Wen er wirklich töten gewollt hätte,hätte er es schon längst getan in seiner Kriminellen Laufbahn.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
28 Tage 25 Min

Ich glaube er ist drinnen besser aufgehoben!

Storch24
Storch24
Kinig
27 Tage 23 h

Trina, deshalb ist er bei seiner ersten Anhörung vom Gefängnis aus nur zugeschaltet.
Da hatten wohl einige Angst vor der 7

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
27 Tage 20 h

@Storch24 jo wenn er es nicht anders haben will ist es seine Entscheidung ein Leben hinter Gittern.

.kashausen
.kashausen
Neuling
28 Tage 26 Min

Ist Prostitution überhaupt legal?

fassungslos
fassungslos
Tratscher
27 Tage 20 h

Freie prostitution (also ohne zuhälter) isch in italien legal. Wos et legal isch sein bordelle, zuhälterei und ausbeutung durch prostitution.

.kashausen
.kashausen
Neuling
27 Tage 18 h

@fassungslos vielen Dank!

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
28 Tage 12 Min

Naaa, und jetzt kommen wir drauf, dass der Ausbrecher-“König”, der hochgepriesene und heiliggesprochene, ein mieser, billiger Zuhälter in der Bozner Industriezone ist? Mein Gott, ist der tief gefallen…Tschau Max, auf nimmerwiedersehen!

Storch24
Storch24
Kinig
27 Tage 23 h

Möchte hier nicht den Max Leitner verteidigen, aber wurde nicht berichtet dass die Prostituierte und deren Kunde nicht im Auto saßen ?

Pully
Pully
Tratscher
27 Tage 23 h

Max erinnert mich an einen Sportler.
Auf Aktion erfolgt Reaktion.
Dann wieder jammern….

User
User
Grünschnabel
27 Tage 22 h

Mir isch er bekonnt – als Ausbrecherkönig. Vor poor Johr honi gsog lottn gach gian , der gib iatz gwies a Rua.

Ober so teischt man sich. Wieso isch er iatz wieder in die Schlogzeiln? Sicher net weil er gonz normal unterwegs wor wia i.

Nor mog er lei drin bleibm, besser aufghobm.

wellen
wellen
Universalgelehrter
27 Tage 22 h

Dass Leitner kein Ausbrecherkönig ist, sondern ein Ausbeuter und Zuhälter sein soll, wo es um Revierkämpfe mit Prostituierten geht.. kratzt wohl an seinem Image als tragischer Held

ttg
ttg
Grünschnabel
27 Tage 19 h

Des isch a Chef 😄

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