Badegäste auf der Donauinsel in Wien

Extrembelastung hält im Osten Österreichs an

Montag, 29. Juni 2026 | 11:00 Uhr

Von: apa

Die extreme Hitze hält in Ostösterreich an. Schuld an den außergewöhnlich hohen Temperaturen sind laut Geosphere Austria, die auch am Montag eindringlich vor den Belastungen für den menschlichen Körper warnte, ein mächtiges Hochdruckgebiet und subtropische Warmluftmassen. Anhaltende Abkühlung sucht man mittlerweile selbst in Naturgewässern mitunter vergeblich: Die Alte Donau, ein Altarm des großen Stroms und ein Binnengewässer, war Montagfrüh laut ARBÖ-Infos 29 Grad warm.

Erfrischender ging es noch an der Neuen Donau zu. Der Donau-Seitenarm brachte es in der Früh erst auf 23 Grad Celsius. Der Neusiedler See hingegen, das “Meer der Wiener” im nördlichen Burgenland, meldete laut ARBÖ 28 Grad, der Neufeldersee nur ein Grad weniger.

Im ebenfalls noch immer hitzegeplagten Kärnten versprachen beispielsweise Afritzer See (23,5 Grad) und Weissensee (25,5 Grad) Abkühlung. Der Flatschacher See brachte es am frühen Vormittag auf 28,5 Grad, der niederösterreichische Herrensee auf 28 Grad. Der tiefe Hallstätter See in Oberösterreich lockte mit 22 Grad, der Mondsee wies laut diesen Angaben 25 und der Wolfgangsee 27 Grad auf. In der Steiermark hatte man Montagfrüh die Wahl etwa zwischen um die 20 Grad im Toplitzsee, rund 23 Grad im Altausseer See oder 28 Grad im Stubenbergsee. Der Bodensee in Vorarlberg lag mit 24 Grad im Mittelfeld.

“Badewanne” Adria

Auch die Adria nähert sich fast schon “Badewannen-Temperaturen”. In Split etwa wurden Montagfrüh im Wasser 26 Grad gemessen, in der Lagune von Venedig sogar 29 Grad. Mit einem Bad im Atlantik erfrischt man sich hingegen ordentlich, etwa bei 19 Grad kühlem Wasser im französischen Brest. Gleiches gilt für die Ostsee etwa in Schwedens Hauptstadt Stockholm mit aktuell 17 Grad.

Extreme Hitzebelastung führe “zu erhöhter Körpertemperatur, Schwäche und Müdigkeit und im extremen Fall auch zu Verwirrtheit und Schwindel”, warnte die Geosphere. Eine mögliche Ursache sei Dehydrierung. “Es wird empfohlen, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten sowie unnötige Anstrengungen während der heißesten Tageszeit zu vermeiden. Suchen Sie schattige und gekühlte Orte auf. Achten Sie besonders auf Kinder und vulnerable Personen in Ihrer Nähe”, so der Appell der Meteorologen.

Noch bleibt der Osten heiß

Während der Osten noch weiter schwitzte, gingen im Westen Österreichs bereits Schauer und Gewitter nieder. Die Temperaturen in der Nacht sollten auf 16 bis 25 Grad zurückgehen, wobei es im Osten am wärmsten bleibt. Auch am Dienstag stehen in der Westhälfte Sonne, Wolken sowie Schauer und Gewitter an. Die Tageshöchsttemperaturen von West nach Ost werden laut Geosphere 25 bis 38 Grad betragen, und zum Teil wird es sehr schwül. Der Mittwoch könnte auch für den Osten einen ersten Umschwung bringen: Im Westen startet der Tag bereits regnerisch, weiter nach Osten zu scheint zunächst noch länger die Sonne, spätestens am Nachmittag ist dann aber recht verbreitet mit Regenschauern und Gewittern zu rechnen, bei Höchsttemperaturen von West nach Ost 22 bis 34 Grad. Am Donnerstag stellt sich in den meisten Regionen schon wieder sonniges Wetter ein, aber mit moderateren Temperaturen: in der Früh zwölf bis 19, tagsüber 22 bis 28 Grad.

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