Straße von Hormuz

Sechs Mrd. Dollar eingefrorener Iran-Gelder freigegeben

Montag, 29. Juni 2026 | 11:24 Uhr

Von: APA/Reuters/AFP

Nach einer Einigung mit den USA zur Aufhebung von Sanktionen im Öl- und Petrochemiesektor werden nach Angaben aus Teheran sechs Milliarden (5,26 Mrd. Euro) von insgesamt zwölf Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Geldern aus Katar freigegeben. Dies erklärte der iranische Präsident Massoud Pezeshkian am Montag. Der Iran und die USA haben in diesem Monat ein Rahmenabkommen unterzeichnet, um den Weg für eine Beilegung ihres Konflikts zu ebnen.

Der Iran und der Oman haben unterdessen erstmals in einem gemeinsamen Ausschuss über die Straße von Hormuz beraten. Das Treffen des Gremiums fand in der omanischen Hauptstadt Maskat statt, wie der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X mitteilte. Demnach tauschten sich Vertreter beider Staaten über die Souveränitätsrechte der Golf-Anrainer aus. Zudem sei über die künftige Verwaltung der für den internationalen See- und Öl-Handel wichtigen Meerenge gesprochen worden.

Verhandlungen Iran-USA am Dienstag

Nach gegenseitigen Angriffen haben die USA und der Iran laut US-Medien einen Stopp der Kämpfe und einen Verhandlungstermin für Dienstag vereinbart. Die beiden Seiten würden “vorerst zurückstecken” und hätten vereinbart, sich in der katarischen Hauptstadt Doha zu weiteren Gesprächen zu treffen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf einen Regierungsvertreter in Washington. Auch das US-Nachrichtenportal Axios zitierte zwei US-Regierungsvertreter, die dies bestätigten.

Im Konflikt haben Vermittler zudem Insidern zufolge Kommunikationskanäle eingerichtet, um mögliche Zwischenfälle und damit eine erneute Eskalation wie am Wochenende zu verhindern.

Die Schiffe in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormuz könnten sich nun wieder frei bewegen, sagte einer der Regierungsvertreter. Teheran und Washington hatten am 17. Juni in einem Rahmenabkommen die “unverzügliche” Einstellung aller Kämpfe vereinbart. Zudem sagte der Iran zu, Handelsschiffen für vorerst 60 Tage eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormuz zu ermöglichen.

In der Nacht auf Freitag und in der Nacht auf Samstag griff das US-Militär jedoch wieder Ziele im Iran an, was der Iran mit Angriffen auf die Golfstaaten Bahrain und Kuwait beantwortete. Anlass für die neuerlichen Gefechte war nach Angaben des US-Regionalkommandos CENTCOM ein iranischer Drohnenangriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormuz.

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