Von: Ivd
Bozen – Nach dem Raubüberfall auf das Hotel Kaiserkron in Bozen bleibt einer der beiden mutmaßlichen Täter weiterhin in Haft, während der zweite Italien in den kommenden Tagen verlassen muss. Das hat sich gestern bei der Anhörung zur Bestätigung der Festnahme vor Gericht entschieden.
Wie die Staatspolizei mitteilte, wurde gegen einen 29-jährigen tunesischen Staatsbürger die Untersuchungshaft verhängt. Sein mutmaßlicher Komplize, ein 42-jähriger Landsmann, wurde hingegen auf freien Fuß gesetzt, darf sich jedoch nicht mehr in der Provinz Bozen aufhalten. Da er sich zudem illegal in Italien aufhielt und bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war, ordnete der Bozner Polizeipräsident Giuseppe Ferrari seine Ausweisung an. Der Mann wurde unter Polizeibegleitung per Flugzeug von Mailand-Linate nach Trapani gebracht, wo er in einem Abschiebezentrum festgehalten wird. Von dort aus soll er in den nächsten Tagen in sein Herkunftsland zurückgeführt werden.
Der Raubüberfall ist Teil einer Serie von Einsätzen, die die Polizei am Dienstag im Stadtgebiet durchgeführt hat. Insgesamt wurden dabei 135 Personen kontrolliert.
Bereits am frühen Nachmittag war eine Streife der Einsatzgruppe in der Dominikanerplatz unterwegs, als ein junger Mann beim Anblick der Beamten versuchte, einen Gegenstand in seiner Bauchtasche zu verstecken. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich um ein Klappmesser handelte. Der 29-jährige italienische Staatsbürger, der bereits polizeibekannt ist, wurde angezeigt.
Auch im historischen Stadtzentrum kam es zu weiteren Maßnahmen: Auf dem Verdiplatz kontrollierten die Beamten einen 36-jährigen tunesischen Asylbewerber, der trotz eines bestehenden Platzverweises erneut in Bozen angetroffen wurde, sowie einen 28-jährigen Marokkaner, der sich ohne gültige Aufenthaltserlaubnis im Land aufhielt. Beide wurden auf freiem Fuß angezeigt.
Die Polizei spricht von einem gezielten Kontrollschwerpunkt zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit. Ziel sei es, so die Behörde sinngemäß, konsequent gegen Straftaten und Verstöße vorzugehen und zugleich Präsenz in sensiblen Bereichen der Stadt zu zeigen.




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