Von: AP
Bozen – Was als harmlose SMS begann, entwickelte sich für einen Südtiroler Unternehmer zum finanziellen Albtraum. Die Nachricht auf seinem Handy wirkte dringend und glaubwürdig: Auf seinem Firmenkonto seien verdächtige Bewegungen festgestellt worden. Er solle umgehend die angegebene Nummer kontaktieren.
Dort warteten die Betrüger bereits. Ein Unbekannter gab sich als Bankmitarbeiter aus und schilderte die Lage als ernst. Anschließend übernahm ein weiterer Täter das Gespräch – diesmal in der Rolle eines Carabinieri-Beamten – und drängte den Unternehmer, sein Geld unverzüglich auf ein „sicheres” Konto zu transferieren. Der Mann ließ sich überzeugen und überwies 60.000 Euro auf ein Konto einer Firma in Kampanien.
Als die Täter kurz darauf weitere Überweisungen forderten, wurden die echten Angestellten seiner Bank hellhörig – und griffen rechtzeitig ein, bevor noch mehr Geld abfließen konnte. Den Ermittlern der Bozner Polizei gelang es in der Folge, zwei Tatverdächtige zu identifizieren. Das überwiesene Geld wurde sichergestellt und dem Unternehmer zurückgegeben.
Die Polizei wiederholt ihre Warnung: Weder Banken noch Strafverfolgungsbehörden fordern jemals per Telefon dazu auf, Geld auf angeblich sichere Konten zu überweisen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und den Notruf 112 wählen.




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