Etwa 40 Polizeieinsätze pro Jahr – vorerst kein bewaffneter Sicherheitsdienst

FH: “Groteske Sicherheitslage am Krankenhaus von Bozen”

Dienstag, 11. April 2017 | 11:44 Uhr

Bozen – Die Quästur soll dem Bezirksdirektor der Sanität Dr. Tait geraten haben, einen bewaffneten Sicherheitsdienst für das Krankenhaus von Bozen zu engagieren. Der Dienst soll für Ordnung im Krankenhaus sorgen, nachdem die Polizeieinsätze am Krankenhaus auf der Tagesordnung standen. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete und Obmann, Walter Blaas, informierte sich vor diesem Hintergrund über die Pläne und die Polizeieinsätze am Krankenhaus in Bozen.

„Der Gesundheitsbezirk Bozen kann einen internen Aufsichts- und Sicherheitsdienst vorweisen, aber die Einrichtung eines bewaffneten Sicherheitsdienstes ist nicht vorgesehen“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest und verweist auf die Antwort auf seine Anfrage. „Der bestehende Sicherheitsdienst kann nur bedingt handeln und sieht sich gezwungen des Öfteren Polizeieinsätze anzufordern. In den vergangenen beiden Jahren mussten die Einsatzkräfte 40 bzw. 36 Mal gerufen werden“, hält Blaas fest.

„Vor allem aggressive Patienten, Obdachlose und Besucher machten die Einsätze der Polizeikräfte notwendig. Daneben wurden Einbrüche und Diebstähle verzeichnet sowie jeweils ein jährlicher Fall eines aggressiven Bediensteten. Die Einsatzkräfte mussten auch bei abgängigen Patienten gerufen werden“, erörtert Blaas.

„Aufgrund der ‚ungebeten Gäste‘ im Krankenhaus, die in den Wartesälen hausen und sich asozial verhalten, bleibt die Sicherheitslage für Patienten und Personal angespannt. Aus diesem Grund war es von Interesse, wie künftig die Krankenhausverwaltung gegen die Problematik vorgehen will“, erklärt der Freiheitliche Landesparteiobmann und zitiert aus dem Maßnahmenkatalog, der sich aus der Antwort auf seine Anfrage ergibt:

 

–        „der interne Aufsichts- und Sicherheitsdienst ist beauftragt die Plastiksäcke, die die Obdachlosen den ganzen Tag auf den Bänken hinterlassen zu beseitigen und im Krankenhaus eigenen Magazin zu lagern bis sie die Eigentümer wieder abholen;

–        der interne Aufsichts- und Sicherheitsdienst ist beauftragt in den Abteilungen und Diensten einzuschreiten, wenn mitgeteilt wird, dass sich nachts Obdachlose in den jeweiligen Räumlichkeiten aufhalten und diese zum Verlassen des Ortes zu zwingen. Sollten sie sich weigern oder aggressiv werden, wird die Polizei (113) verständigt;

–        der interne Aufsichts- und Sicherheitsdienst hat den Auftrag die Obdachlosen zu informieren, dass sie nicht auf den Stühlen, Bänken und in den Räumlichkeiten des Krankenhauses schlafen dürfen. Um dies zu verhindern wurden die Sessel und Sofas im 2. Stock, Bereich violetter Aufzug, (Bezirksdirektion) und im Wintergarten entfernt. Daher muss der Zuständige des Aufsichts- und Sicherheitsdienstes, sollte er bei seinem Kontrollgang wieder schlafende Obdachlose vorfinden, diese aufwecken und zum Weggehen auffordern;

–        alle Krankentragen, die sich im Bereich der Ersten Hilfe befinden werden verstellt und unter Verschluss gehalten, damit sie nur für den Kranken- und Notfalltransport zur Verfügung stehen und nicht mehr von den Obdachlosen benutzt werden.“

 

„Sensible Einrichtungen, wie ein Krankenhaus, sind zu schützen und die Aufrechterhaltung der Ordnung ist von besonderer Wichtigkeit. Die untragbaren Zustände, wie sie in den Wartesälen des Krankenhauses von Bozen vorgefunden wurden, dürfen weder zur Normalität werden noch dürfen sie geduldet werden“, hält Blaas abschließend fest und fordert ein hartes Durchgreifen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "FH: “Groteske Sicherheitslage am Krankenhaus von Bozen”"


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gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
17 Tage 2 h

trotz allem, dass in Hospitals sehr oft die Polizei gerufen wird, das hat vor allem einen ethnischen Hintergrund. In Deutschland gibts schon viele krankenhäuser, welche deshalb sicherungstechnisch hochgerüstet haben. Nur das Kind beim Namen zu nennen, die Asylpolitik zu erwähnen, das ist ein Tabu, weil es politisch inkorrekt ist, auch wenns die Wahrheit ist

schleifer
schleifer
Neuling
17 Tage 2 h

Und wos passiert iatz? Die Politiker verdienen mehrer weil die hem bessere Menschen sein…

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