Ordnungshüter mahnen zur Vorsicht

Fieser SMS-Betrug: Rentner verliert all seine Ersparnisse

Dienstag, 13. Dezember 2022 | 11:43 Uhr

Meran – Das SMS hat sein Leben völlig auf den Kopf gestellt. Hacker, die den Ordnungskräften zufolge vermutlich aus Russland stammen, haben das Konto eines Meraner Rentners innerhalb weniger Minuten vollkommen leergeräumt.

Die Betrüger sollen nach wie vor ihr Unwesen treiben: Mit mehr oder weniger derselben Masche versuchen sie, Zugangsdaten von Bankkonten ahnungsloser Bürger abzugreifen.

Für den Rentner aus Meran hat alles schein bar ganz harmlos angefangen. „Ich habe eine SMS erhalten, die angeblich von meiner Bank stammte und mich darauf hinwies, dass sich jemand unrechtmäßig meiner Zugangsdaten angeeignet hat“, erklärt der Mann laut einem Bericht der italienischen Tageszeitung Alto Adige. Anschließend sei er aufgefordert worden, seinen Kontostand zu überprüfen. Die SMS ist zu später Stunde gekommen – gegen 23.45 Uhr –, weshalb der ältere Herr wohl auch deshalb auf dem linken Fuß erwischt worden ist.

„Ich habe nicht viel darüber nachgedacht. Ich war mir sicher, das SMS kam von meiner Bank“, erklärt der Mann. Ein fataler Irrtum, wie sich herausstellte. Nachdem er die Zugangsdaten seines Kontos eingegeben hatte, stellte er fest, dass sämtliche Ersparnisse noch da waren. Dann schaltete er das Handy aus.

Erst am nächsten Morgen bemerkte er, dass die besagte SMS verschwunden war. Weil ihn das stutzig machte, scrollte er durch den Verlauf seiner Kurznachrichten, doch die Mitteilung schien nicht mehr auf. Nachdem ihn ein finsterer Verdacht beschlichen hatte, rief er erneut sein Konto auf und erlebte die bittere Überraschung: All seine Ersparnisse waren weg – insgesamt 27.000 Euro. Neben seiner Pension war diese Summe nach vielen arbeitsreichen Jahren das einzige Geld, das ihm verblieben war.

Wie die Ordnungshüter laut Alto Adige bestätigen, ist der Meraner Rentner nicht das einzige Opfer. Ein Bankberater erklärt, warum der SMS-Trick besonders perfide ist. „Wird jemanden die Kreditkarte entwendet, kann der unrechtmäßig abgebuchte Betrag nach der Anzeige rückerstattet werden“, so der Experte. Anders sei dies bei den SMS. „Wenn man die Instruktionen der Betrüger befolgt, hat es den Anschein, als ob man im vollen Einverständnis die Zugangsdaten seines Kontos mit Dritten teilt.“

Die Hacker schicken die SMS in der Regel auch deshalb zwischen 23.30 und 0.30 Uhr, um Verzögerungen in der Reaktionsmöglichkeit der Banken auszunutzen. Das Geld wird in der Regel in Ausland überwiesen und kann nicht mehr sichergestellt werden.

Um solchen Betrügereien vorzubeugen, sollte man auf keinen Fall von öffentlichen Computern aus auf in sein Konto einsteigen, den dreistufigen Sicherheitsmechanismus mit zufallsgeneriertem Zahlencode beim Online-Zugriff nutzen und im Zweifelsfall noch einmal Rücksprache mit der eigenen Bank halten.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

25 Kommentare auf "Fieser SMS-Betrug: Rentner verliert all seine Ersparnisse"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

es sollte aber auch, seitens der Bank, ein Limit geben., das nur ein gewisser Betrag abgebucht werden kann beim Online Banking. Somit sollte die Bank haften.

ITler
ITler
Tratscher
1 Monat 18 Tage

Solche Limits gibt es natürlich. Tägliche und ein monatliches. Aber der Kontoinhaber kann dieses normalerweise frei definieren.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 18 Tage

Unsinn, denn überall kannst du bei der Bank lesen du sollst unter keinen Umständen deine Daten weiter geben und zusätzlich, dass du von Seiten der Bank nie um Zugangsdaten gefragt wirst. Sorry, selbst schuld!
Auserdem, Kreditkarten Unternehmen, erstzen beispielsweise kein Geld, wenn du AKTIV irgendwo auf Fake Seiten was kaufst.

Staenkerer
1 Monat 18 Tage

vor johr wurde mein korte geklont und mein verlust wurde von der versicherung der bank ersetz, ober lei weil des vor oblauf eines monats bemerkt wurde, danoch war nix ersetzt wortn, so domols de infro der polizei!

Gredner
Gredner
Kinig
1 Monat 18 Tage

“Wird jemanden die Kreditkarte entwendet, kann der unrechtmäßig abgebuchte Betrag nach der Anzeige rückerstattet werden” Endlich mal eine richtige Information: Kreditkarten sind sicher, eine Bank-Überweisung oder Zahlung per Paypal ist hingegen nicht mehr rückgängig zu machen.

krokodilstraene
krokodilstraene
Tratscher
1 Monat 18 Tage

endlich mal eine richtige Information: per paypal kannst du auch in verbindung mit der karte 😉 und somit sicher bezahlen

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 18 Tage

Fast richtig. Paypal bietet Käuferschutz. Der wird allerdings wohl nicht bei privaten Direktübertragungen gelten.

Aber wird man nicht misstrauisch, wenn die Bank um Zugangsdaten bittet, wenn man doch gar nichts am Konto macht? Und selbst dann würden sie nie etwas über SMS erwarten.
Unsere Onlinekonten sind im Normalfall auch mit einem TAN geschützt, der sich bei jedem Zugriff ändert. Da nutzen die Zugangsdaten nichts.

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 18 Tage

PayPal ist nur unter gewissen Umständen versichert

Zefix
Zefix
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

sem hosch du von paypal ober net viel Ahnung

Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 18 Tage

Auch bei PayPalbezahungen muß man sehr gut aufpassen denn wenn eine erneute Bezahlung ansteht und diese nicht ausdrücklich abgelehnt wird dann bexahlt PayPal
ohne Vorwarnung was es überhaupt nicht geben dürfte.

magari
magari
Superredner
1 Monat 18 Tage

Paypal Freundesüberweisung an Fremde ist unsicher, Paypal hingegen ist ein Treuhandskonto und sehr sicher.

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

i woas nit ober wenn jemand wirklich glab, dass um 12 di nocht jemand von dor bank schreib (ob Rentner oder jünger) in hem isch nit zu helfen… ältere leit sollte man ohnehin bissl Schulen, dass sie nit uanfoch so ihmene Daten preisgeben, weil meist passiert des der älteren Generation, dass solche typen leichtes spiel hoben… leider

Bissgure
Bissgure
Tratscher
1 Monat 18 Tage

a sella 🐖 , wenn i den dowischat mochatisn döpplt zirug zoul 😡

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
1 Monat 18 Tage

Menschen, die ihr Leben lang gespart haben, auf so perfide Weise um ihr Geld zu bringen, macht mich wütend 😡 und traurig 😢. Meine Strafe für solche Typen darf ich hier nicht nennen, sie entspräche mit Sicherheit nicht der SN Netiquette. Obwohl sich die Bank auf “Eigenverschulden” berufen wird, kann sie sich ja vielleicht doch zu einer (teilweisen) “Erstattung” durchringen. Wünschen würde ich es ihm…..

Brummbaer
Brummbaer
Tratscher
1 Monat 18 Tage

einfach traurig, aber auch daß einem die Wut hoch kommt, wie Menschen von solchen skrupellosen Dreckskerlen um ihr ehrlich erspartes Geld betrogen werden! Der Bekämpfung von Cyberkriminalität müsste viel mehr Augenmerk geschenkt werden!

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

Leider hatte der Pensionist keine Ahnung was in Sachen Betrug so alles abläuft. Und das um Mitternacht…

ITler
ITler
Tratscher
1 Monat 18 Tage

Klingt mir nicht seh glaubhaft, denn seit einiger Zeit benötigt es bei jeder überweisung einen sogenannten zweiten Faktor um die Überweisung zu bestätigen. Das kann ein Code per SMS oder eine Funktion in der Banking-App auf dem Smartphone sein. Es reichen also nicht nur die Zugangsdaten aufs Konto um Geld zu transferieren. Also muss der Rentner (oder wer auch immer) auch da nochmal mitgeholfen haben.

ahjo
ahjo
Tratscher
1 Monat 18 Tage

zwor traurig obo im Zweifel zur Bank hingien am negsten tog zu frogng war sicher net Bled gewesen. und sel bevor man eppas mocht

Konrad44
Konrad44
Neuling
1 Monat 18 Tage

Die Naivität der Menschen ist unbegrenzt. Wer jetzt noch auf so einen Bauerntrick reinfällt, dem kann man nicht helfen. Bei meiner Bank habe ich eine Sperre eingebaut das nicht mehr als maximal 1000 Euro abgebucht werdem darf, ohne persönlch anwesend zu sein.

doco
doco
Tratscher
1 Monat 18 Tage

jetz wird so oft in den sozialen Medien und auch von der Verbraucherzentral gewarnt über E-Mail oder per Sms niemals Bankdaten zu übermitteln aber anscheinend gehen solche Meldungen immer noch ins leere dass einem solche Personen irgendwie nicht leid tun können und troztem ist es sehr sehr schlimm denn es trifft meisten solche die eh nicht viel haben.

Pasta Madre
Pasta Madre
Tratscher
1 Monat 18 Tage

Wie ist sowas möglich???

Es bräuchte mehr Aufklärung für ältere Menschen.

Und die Banken müssen eine automatische Sperre einbauen.,
Denn der Dieb muss nicht in Russland sitzen.

Der kann auch der Nachbar sein…

magari
magari
Superredner
1 Monat 18 Tage

Man sollte niemals auf Links in SMS klicken, die z. B. lauten:
http…und dann seine Zugangsdaten dort eingeben. Das nennt man Phishing. Aber wenn man selbst den Zweiten Faktor – als den Code den man per SMS erhält weitergibt, ja dem ist dann wohl auch nicht mehr zu helfen.

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

.
Keine Bank fragt jemals per SMS oder Email nach Zugangsdaten!!
Das müsste doch inzwischen jeder kapiert haben.

Wunder
Wunder
Superredner
1 Monat 18 Tage

Niederträchtig!!!
Alte Menschen abzocken ist echt das Letzte!

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 18 Tage

Schweinerei… obr a Konto in IBAN in a SMS eingebn isch schunn arg blauäugig!

wpDiscuz