Von: mk
Bozen – Der Rückblick auf das Jahr 2025 fiel durchwegs positiv aus: Mit über 2.792 Einsätzen und 109.960 Minuten in der Luft war 2025 ein intensives Jahr für die HELI – Flugrettung Südtirol EO. Bei der Jahresvollversammlung am 12. Mai blickte der Vorstand nicht nur auf das vergangene Jahr zurück und präsentierte die Bilanz 2025, sondern führte auch Neuwahlen durch und stellte die neuen Notarzthubschrauber vor. Mit dabei waren neben Mitarbeitenden und Mitgliedern auch zahlreiche Ehrengäste.
Insgesamt absolvierte die HELI – Flugrettung Südtirol mit ihren drei Notarzthubschraubern Pelikan 1, Pelikan 2 und Pelikan 3 im vergangenen Jahr 2.792 Einsätze und 109.960 Flugminuten. Pelikan 1 verzeichnete mit 1.066 Einsätzen die höchste Einsatzanzahl und kam auf 39.191 Flugminuten. Pelikan 2 folgte mit 1.011 Einsätzen, erreichte jedoch mit 41.386 Flugminuten die längste Gesamtflugdauer. Pelikan 3 absolvierte 715 Einsätze bei 29.383 Flugminuten.
Der Großteil der Einsätze kam der heimischen Bevölkerung zugute: Im Jahr 2025 wurden 1.561 Patientinnen und Patienten aus Südtirol, 316 aus dem restlichen Italien sowie 775 aus dem Ausland versorgt.
„Unser Anspruch ist es, der Südtiroler Bevölkerung einen verlässlichen und sicheren Flugrettungsdienst zu garantieren und dann zur Stelle zu sein, wenn Menschen in Not geraten. Auch diesem Anspruch möchten wir in Zukunft weiter gerecht werden“, betonte Präsident Ivo Bonamico, der in seinem Amt bestätigt worden ist. Thomas Hellrigl wurde zum neuen Vize-Präsidenten gewählt.
2025 wurde zudem in Infrastruktur und Technik investiert. Der erneuerte Landeplatz der Basis Pelikan 1 in Bozen entspricht höchsten technischen und sicherheitsrelevanten Standards. Als zweiter Landeplatz in Italien wurde eine internationale Neuerung bei der Markierung des sogenannten Kontakt- bzw. Positionierungsbereichs umgesetzt. Darüber hinaus stellte die im vergangenen Jahr abgeschlossene Erneuerung des Vertrages zur Anmietung von drei Hubschraubern einen wichtigen Meilenstein dar. Der bestehende Vertrag mit Avincis Aviation Italia S.p.A. konnte weitergeführt werden. Dank des neuen Hubschraubers des Typs Airbus H145 mit seinem Fünf-Blatt-Rotor wird auch künftig eine leistungsfähige notfallmedizinische Versorgung aus der Luft gewährleistet. „Mit der Modernisierung der Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen für einen sicheren, leistungsstarken und zukunftsorientierten Flugrettungsdienst. Das ist eine Investition in die Sicherheit der Südtiroler Bevölkerung ebenso wie in bessere Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden“, unterstrich Direktor Stefan Viehweider.
Neben der intensiven Einsatztätigkeit setzte der Verein auch wichtige Impulse in der Aus- und Weiterbildung. Primar Marc Kaufmann, medizinischer Leiter der HELI – Flugrettung Südtirol, hob insbesondere die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und eines starken Netzwerks hervor. Eine kontinuierliche, praxisnahe Ausbildung, sowohl im medizinischen als auch im technischen Bereich und vorwiegend im alpinen Gelände, sei unverzichtbar. Als Höhepunkt nannte er die HEMS-Trainingstage im Schnalstal mit 31 Teilnehmenden aus ganz Italien.
Unter den Gästen war auch Landesrat Hubert Messner, der dabei nochmals die Bedeutung des Vereins hervorhob: „Die HELI-Flugrettung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Südtirol und steht seit Jahren für höchste Professionalität, schnelle Hilfe und gelebte Zusammenarbeit aller Rettungsorganisationen. Die Leistungszahlen der Sozialbilanz 2025 zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine moderne und flächendeckende Flugrettung für unser Land ist. Mit der Vorstellung des neuen Hubschraubers investieren wir gezielt in Sicherheit, Qualität und Zukunftsfähigkeit – zum Wohl der Patientinnen und Patienten sowie der Einsatzkräfte, die tagtäglich Außerordentliches leisten.“
Nach der Wahl, dem Jahresrückblick, der Präsentation der wichtigsten Leistungskennzahlen 2025 sowie zahlreichen Beiträgen der Gäste klang der Abend mit einer Helikopter-Rundschau des Airbus H145 aus.




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