Landesbeirat für Chancengleichheit entfacht Lichterkette

Frauenmorde gehen uns alle an

Donnerstag, 11. März 2021 | 17:16 Uhr

Bozen – Allein in den letzten 20 Jahren sind in Südtirol 26 Frauen aus Hass ermordet worden. Der Landesbeirat für Chancengleichheit plant eine landesweite Aktion. Im Gedenken an die Opfer sind alle Bürgerinnen und Bürger in Südtirol aufgerufen, am Samstag, den 13. März 2021 von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr eine rote Kerze ans Fenster oder auf den Balkon zu stellen.

Der Landesbeirat ruft dabei die Namen der getöteten Frauen in Erinnerung. Wörtlich heißt es in einer Aussendung:

Wir gedenken Silvana de Min, Barbara Rauch, Fatima Axa Zeeshan (mit ihrem ungeborenen Kind), Maria Magdalena Oberhollenzer, Alexandra Riffesser, Rita Pissarotti, Nicoleta Caciula, Monika Gruber, Marianne Obrist, Erna Pirpamer, Sveltana Fileva, Cäcilia Weis, Rosa Reiterer, Hannelore Gerhard, Carmen Wieser, Maria Fronthaler, Michela de Villa, Ingeborg Larcher, Daniela Nagler, Ulrike Reistenhofer, Claudia Hellrigl (mit ihren Kindern Vivian und Loren), Heidi Niederbacher, Maria Kompatscher-Harpf, Monika Mor, Petra Lunardi, Marika Zorzi, Marcella Casagrande, Anna Maria Cipoletti, Renate Rauch, Renate Troger, Gertrud Kutin.

Wir sind in Gedanken bei den Opfern dieser schrecklichen Taten. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Menschen, die aus frauenfeindlichen Motiven ermordet wurden. Die Kaltblütigkeit und Sinnlosigkeit der Tat lässt uns fassungslos zurück. Die Opfer von Feminiziden mahnen uns, frauenverachtendes Gedankengut mit aller Konsequenz zu bekämpfen. Denn es ist die Ursache für Frauenfeindlichkeit und Gewalt.

Die Erinnerung an die Opfer von Feminiziden ist ein Auftrag an jede und jeden Einzelnen in unserem Land, Hass und Verachtung jeden Tag im Keim zu ersticken. Südtirol braucht einen noch entschlosseneren Kampf gegen Gewalt an Frauen. Jeden Tag müssen wir alle Gesicht zeigen, wenn es darum geht, dagegen aufzustehen.

Alle Menschen, egal welcher Hautfarbe oder Religion, müssen in unserer freien und demokratischen Gesellschaft die Gewissheit haben, ohne Angst vor Gewalt zusammenleben zu können. In unserer Gesellschaft darf kein Platz sein für Hass, Hetze und Gewalt gegen Frauen. Jeden Tag müssen wir gemeinsam die Stimme erheben gegen Gewalt an Frauen. Denn Menschen, die Hass säen, ebnen den Weg zu Gewalt und Tod und wer schweigt, macht sich zum Helfer oder zur Helferin.

Die rote Kerze

Wir gedenken der Frauen und Kinder, die Opfer von Feminiziden geworden sind durch eine südtirolweite Lichterkette, die von Haus zu Haus, von Westen nach Osten und von Norden nach Süden geht. Wir rufen alle auf sich an dieser Aktion zu beteiligen und am Samstag, den 13. März 2021 von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr eine rote Kerze in das Fenster oder auf den Balkon zu stellen.

Zeigen wir, dass Südtirol gemeinsam gegen Gewalt aufsteht und wir Silvana, Barbara, Fatima, Maria Magdalena, Alexandra, Rita, Nicoleta, Monika, Marianne, Erna, Sveltana, Cäcilia, Rosa, Hannelore, Carmen, Maria Fronthaler, Michela, Ingeborg, Daniela, Ulrike, Claudia (mit Vivian und Loren), Heidi r, Maria, Monika, Petra, Marika, Marcella, Anna Maria Renate, Renate, Gertrud nicht vergessen!

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

12 Kommentare auf "Frauenmorde gehen uns alle an"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
AnWin
AnWin
Superredner
1 Monat 7 Tage

…immer nur Gewalt an Frauen,kann das nicht mehr hoeren!!!!!

Morgaine
Morgaine
Tratscher
1 Monat 7 Tage

nur weil des nicht mehr hören kannst, werden die Fälle leider nicht weniger!

mithirnundherz1
mithirnundherz1
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

weil du den terror nio mitgemocht hosch … es gib a fraun wosn mando zur weisglut treuben und de wosn don ba der frau dohoam die feiste spring lossn weil die ondere et gilott hot und de fraun tin sel bewust sel san bisto und jedo woas wo man die sem find … obbo die summen san eigentlichcsella mando am ende stionse aloan do obbo manchmal wense gschickt genui san fennse glei wieder a dumme man konnsue obbo et dumm hoasn weil in den kopf fanan menschn sig man et inni…

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

@mithirnundherz1 de tat i net Männer nennen sondern Oberteppn !

Staenkerer
1 Monat 7 Tage

jetz denk i mit traurikeit an des elternpaar des in bozn ermordet wurde unf stell de froge:
wo isch der unterschied am mord an der frau und dem mord am monn?

sogn möcht i damit das jeder mord zu verabscheuen isch, nit lei der an frauen!

anniho63
anniho63
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

hertere strofn nor herats schun auf cavolo

quilombo
quilombo
Tratscher
1 Monat 7 Tage

jemand der straffällig wird, denkt nicht daran, ob di Strafe erhöht worden ist

anniho63
anniho63
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

isch nimmer normal hot a frau koa wert mehr Odor wos

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Ich finde das eine gute Aktion!

Echte Männer müssen eine Frau nicht schlagen.
Aber solange es bei den Behörden nicht immer ernst genommen wird, wenn eine Anzeige eingeht, wird es noch viele tote Frauen geben!

redbull
redbull
Tratscher
1 Monat 7 Tage

es sind 30 jahre, nicht 20.

Babba
Babba
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

I zind es Liachtl für olle Ermordeten on. Und für de, de wos sich selber eppes ongeton hobn, a🕯️

quilombo
quilombo
Tratscher
1 Monat 6 Tage

wenn eine Person, z.B. ein Arzt, ein Nachbar, usw, merkt, daß etwas nicht stimmt, sollte er selbständig eine Anzeige machen, welche von der Polizei ernstgenommen wird. Bis jetzt heißt es immer, wenn die Frau nicht selbst eine Anzeige macht, dann könne die Polizei nicht vorgehen.

wpDiscuz