Von: Matthias Knapp
Bozen – An der Spitze der Regionalen Staatsanwaltschaft des Rechnungshofes von Bozen hat eine Amtsübergabe stattgefunden: Die Sektionspräsidentin Adelisa Corsetti hat ab dem 26. August die Rolle der Regionalstaatsanwältin übernommen und löst damit Gerichtsrätin Alessia Di Gregorio ab, die seit September 2020 die Staatsanwaltschaft leitete und nun in die Kontrollsektion des Bozner Rechnungshofs gewechselt ist.
Mit der Ernennung von Adelisa Corsetti gewinnt Bozen eine äußerst erfahrene Persönlichkeit. Sie schloss ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Universität „La Sapienza“ in Rom mit Auszeichnung ab, ist seit 2002 Richterin am Rechnungshof und hatte sowohl im gerichtlichen Bereich als auch in der Kontrolltätigkeit Ämter mit großer Verantwortung inne. Im Laufe ihrer Karriere war sie in der Rechtsprechungssektion der Region Lombardei, in der Sektion der autonomen Körperschaften, in den Vereinigten Sektionen und in der Generalstaatsanwaltschaft tätig. Sie ist Mitglied des Rates der Schule für höhere berufliche Spezialisierung „Francesco Staderini“ und Vorsitzende des wissenschaftlichen Ausschusses der Zentralbibliothek des Rechnungshofes.
„Es ist mir eine Ehre, die Leitung der Staatsanwaltschaft von Bozen zu übernehmen“, erklärte Präsidentin Adelisa Corsetti, „ich werde meine Erfahrung in den Dienst des Rechnungshofs vor Ort stellen, um mich für den Schutz der öffentlichen Mittel einzusetzen und das reibungslose Funktionieren der öffentlichen Verwaltungen zu gewährleisten.“
Mit ihrer neuen Aufgabe beendet Alessia Di Gregorio eine sechsjährige Amtszeit bei der Staatsanwaltschaft. Unter ihrer Leitung hat die Justizbehörde auf lokaler Ebene wichtige Erhebungen durchgeführt, zuletzt jene zu den gefälschten Bescheinigungen über die Zweisprachigkeit und dem daraus resultierenden Schaden zulasten der öffentlichen Hand.
„Ich gebe mein Amt bei der Staatsanwaltschaft im Bewusstsein ab, dass ich mich in diesen Jahren uneingeschränkt der Wahrnehmung meiner institutionellen Aufgaben gewidmet habe, und möchte mich herzlich für das Vertrauen und die Zusammenarbeit bedanken, die mir von den Bürgerinnen und Bürgern, den öffentlichen Verwaltungen und insbesondere von der Finanzpolizei entgegengebracht wurden“, sagte Di Gregorio.
Der Wechsel an der Spitze steht im Zeichen der Kontinuität des verfassungsmäßigen Auftrags des Rechnungshofes in Südtirol, einem Territorium, in dem das Interesse an einer ordnungsgemäßen Verwaltung der öffentlichen Mittel und Dienstleistungen im Laufe der vergangenen Jahre auch durch die Kontrolle über die Rechnungsführung der örtlichen Körperschaften immer mehr in den Mittelpunkt getreten ist.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen